Hebamme im Kreißsaal: Wer betreut mich bei der Geburt?

Klinik-Hebammen: Geburten im Schichtdienst

© fotolia, Iurii Sokolov

Heute bekommen die meisten Frauen ihr Kind im Krankenhaus. Vielerorts haben sie auch kaum noch Alternativen. 

Aufgrund extrem hoher Kosten für die Haftpflichtversicherung gibt es immer weniger freie Hebammen, die Geburten betreuen. Sei es in der Klinik, daheim oder auch in einem Geburtshaus. Daher kennen die Frauen die Hebamme, die sie unter der Geburt begleitet, normalerweise vorher nicht.

Manche Krankenhäuser bieten Hebammensprechstunden an: So können die werdenden Mütter wenigstens eine Hebamme aus dem Team kennenlernen und ihr Fragen stellen. Eventuell gibt es auch einen Geburtsvorbereitungskurs mit Hebammen der Klinik. Im Kreißsaal gelten jedoch klare Regeln: Betreuen wird Sie die Hebamme, die Dienst hat. Und irgendwann auch mal Dienstschluss - sie kann also nicht unbedingt bis zum Ende der Geburt bleiben. Allerdings ist es für die meisten Hebammen Ehrensache, dass sie noch dableiben, wenn absehbar ist, dass das Baby bald da sein wird.

Der Hebamme ist wichtig, dass die Atmosphäre stimmt

Ein Dienstwechsel kann aber auch seine Vorteile haben: Er sorgt für frischen Wind, falls die Chemie zwischen Frau und Hebamme nicht so recht gepasst hat. Das kann vorkommen, denn jede Frau hat andere Bedürfnisse, wenn sie ihr Baby zur Welt bringt. Die eine braucht vielleicht eine ruhigere, zurückgenommene Hebamme. Die nächste legt Wert darauf, dass die Hebamme eher aktiv ist und klare Ansagen macht. Wobei alle Hebammen beides können und sehr flexibel auf die jeweilige Situation und die einzelne Frau eingehen. Uns Hebammen ist es sehr wichtig, dass es Mutter und Kind gut geht und sich die Frau im Kreißsaal wohlfühlt.

Aber Menschen sind nun einmal keine Maschinen. Trotz guten Willens finden die werdende Mutter und die Hebamme manchmal nicht die gleiche Wellenlänge. Sollten Sie eine solche Situation erleben und sich damit unwohl fühlen, ist es sinnvoll, das ehrlich zu sagen. Das kann auch Ihr Partner oder Ihre Begleitperson übernehmen, falls Ihnen das lieber ist. Ein Gespräch kann durchaus helfen, die Situation zu klären. Eventuell ist auch ein Hebammenwechsel möglich. Das kommt aber unter anderem darauf an, wie viel gerade im Kreißsaal los ist.

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