Haarausfall in der Stillzeit - kein Grund zur Sorge

Frau kämmt Haare

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Immer wieder erlebe ich es, dass Frauen nach der Geburt ihres Kindes darüber besorgt sind, dass ihnen vermehrt Haare ausfallen. Was ist da los, laugt das Stillen den Körper vielleicht zu sehr aus?

Zum Glück kann ich Sie da beruhigen: Der Haarausfall nach der Schwangerschaft ist Teil des normalen Umstellungsprozesses. Er ist ein Zeichen dafür, dass Ihr Körper die Geburt verarbeitet und die Hormonumstellung noch nicht abgeschlossen ist.

Dazu kommt, dass die Haare bei den meisten Frauen in der Schwangerschaft kräftiger und üppiger werden. Leider fällt der so hinzugewonnene Teil der Haarpracht nach der Geburt aus, sobald der Östrogenspiegel wieder sinkt. Innerhalb von sechs bis acht Monaten normalisiert sich der Haarwechsel dann. Das heißt, die Balance zwischen ausfallenden und nachwachsenden Haaren erreicht wieder das gewohnte Niveau.

Meiner Erfahrung nach ist es sehr unterschiedlich, wie stark sich der Haarausfall nach der Schwangerschaft überhaupt bemerkbar macht. Frauen, die sowieso sehr üppiges Haar haben, fällt er meistens kaum auf. Verständlicherweise beunruhigen sich eher die Frauen, deren Haar von Natur aus nicht so dicht ist.

Falls Sie möchten, können sie Zink und Eisen einnehmen, um den gesunden Haarwuchs zu unterstützen. Auch Silicea (Reformhaus) hilft Haare und Nägel zu kräftigen. Manche Frauen schwören auf Brennnessel-Tee; allerdings sollten Sie mit Ihrer Hebamme besprechen, wie viel davon Sie in der Stillzeit trinken dürfen.

Haut und Haare reagieren übrigens häufig auch sehr stark darauf, wie wir uns insgesamt fühlen: Stress und Unzufriedenheit wirken sich oft negativ aus. Auch deshalb lohnt es sich, wenn Sie immer wieder einmal an sich denken und Kraft schöpfen. Gönnen Sie sich ruhig die nötigen Pausen, um sich auszuruhen, ein wenig zu verwöhnen und zu pflegen.

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