Die Geburt beginnt: Was geschieht in der Klinik?

In der Geburtsklinik

© fotolia, Jordan Edgcomb

Geht es jetzt wirklich los? Das wollen Schwangere natürlich wissen, wenn Sie glauben, dass ihr Baby sich auf den Weg macht. Vor allem beim ersten Kind ist die Aufregung meistens groß.

Es ist beruhigend zu wissen, was in der Klinik als nächstes geschieht. Das hängt unter anderen davon ab, warum Sie in die Klinik kommen. Ist das Fruchtwasser bereits abgegangen (Blasensprung)? Oder lassen vor allem Art und Abstand der Wehen Sie vermuten, dass die Geburt beginnt? Hebamme oder Arzt werden Sie das als erstes fragen, um die Situation beurteilen zu können.

Typische Untersuchungen:

  • Üblicherweise wird nach der Klinikaufnahme ein CTG gemacht. CTG steht für Cardiotokographie, das heißt, die kindlichen Herztöne und die Wehentätigkeit werden gleichzeitig aufgezeichnet. So erhalten Arzt und Hebamme einen Eindruck davon, wie es dem Baby geht. Denn Wehen und/oder Blasensprung sind nicht nur für die werdende Mutter aufregend, sondern auch für ihr Kind.
  • Eine Ultraschalluntersuchung hilft, die Maße des Kindes zu festzustellen. Außerdem lässt sich dabei die Fruchtwassermenge bestimmen und klären, ob der Mutterkuchen (Plazenta) gut arbeitet.
  • Hebamme oder Arzt werden Sie vaginal untersuchten, um zu schauen, ob und wie weit der Muttermund geöffnet ist. Sie prüfen auch, ob wirklich Fruchtwasser abgeht. Das geschieht nicht immer schwallweise, sondern kann auch langsamer vor sich gehen.

Blasensprung? Dann bleiben Sie besser in der Klinik

Steht fest, dass Sie einen Blasensprung hatten, bleiben Sie auf alle Fälle im Krankenhaus. Denn wenn das Fruchtwasser abgeht, hat die Geburt begonnen. Sitzt der Kopf Ihres Kindes fest im Becken, können sie herumlaufen, während Sie auf das Einsetzen der Wehen warten. Ärzte und Hebammen warten normalerweise ab, ob sie die Geburt auf natürliche Weise in Gang bringen.

Setzen die Wehen nicht innerhalb einer gewissen Zeit - meistens 24 Stunden - ein, raten Ärzte meistens zur Geburtseinleitung. Das heißt, Sie bekommen wehenfördernde Medikamente. Die Einleitungsmethode ist je nach Klinik unterschiedlich. Es gibt Tabletten, Zäpfchen oder auch einen "Wehencocktail", der getrunken wird. Ein Wehentropf für die Einleitung wird nicht mehr angewendet. Selbstverständlich besprechen Hebammen und Ärzte jeden Schritt zuerst mit Ihnen.

Wehen? Vielleicht dürfen Sie noch einmal nach Hause

Wenn es vor allem Wehen waren, derentwegen Sie in die Klinik gefahren sind, klärt die Untersuchung: Wie weit ist der Muttermund geöffnet? Treiben die Wehen die Öffnung des Muttermundes voran und sind sie regelmäßig? Natürlich spielt es auch eine Rolle, wie es Ihnen und dem Baby geht. Manchmal handelt es sich doch noch um so genannte Übungswehen und die Geburt hat noch nicht begonnen. Dann dürfen Sie vermutlich noch einmal nach Hause gehen. Dies wird aber alles mit Ihnen besprochen.

Sind die Wehen jedoch stark und die Geburt schreitet voran, bleiben Sie in der Klinik. Nun ist immer die Frage: Wie geht es der Frau, was tut ihr in der aktuellen Situation gut? Vielleicht wollen Sie erst noch aufs Zimmer, um sich dort einzurichten. Manche Frauen gehen spazieren, andere sehnen sich nach einem Bad in der Entspannungswanne. Manchmal steuern werdende Mütter mit ihrem Partner auch direkt den Kreißsaal an, weil es doch schon los geht.

Tipp: Ärzte und Hebammen werden mit Ihnen absprechen, welche Schmerzmittel sich wann eignen, falls Sie welche benötigen. Was Ihnen sonst hilft (z.B. Atemübungen, Geburtspositionen) und wie Ihr Partner Sie unterstützen kann, vermittelt Ihnen ein Geburtsvorbereitungskurs.

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