Endlich: Wenn das Baby aus der Kinderklinik nach Hause kommt

Endlich: Wenn das Baby aus der Kinderklinik nach Hause kommt

© fotolia, Monkey Business

Manchmal verbringen Babys aus medizinischen Gründen direkt nach der Geburt einige Zeit auf der Kinder­(intensiv)­station. Wenn Sie Ihr Kind dann endlich mit nach Hause nehmen können, braucht es ein wenig Extrahilfe und -zeit bei der Eingewöhnung.

Im Krankenhaus auf der Station hat das Kleine in seinen ersten Lebenstagen andere Gerüche und vor allem Geräusche erlebt: Überall piepen Geräte, die Kinder haben oft weniger Ruhe, als sie sonst in der ersten Zeit hätten. Dazu kommt, dass sie vielleicht Infusionen erhalten haben und mehrfach untersucht wurden.

Jetzt ist viel Ruhe angesagt

Unter diesen Umständen haben Neugeborene kaum Zeit, in Ruhe anzukommen. Diese Zeit brauchen die Kinder daher anschließend zu Hause. Daher ist es sehr sinnvoll, sich erst einmal mit dem Baby zurückzuziehen und für Ruhe zu sorgen: Bitten Sie alle Besuchswilligen doch einfach, noch etwas Geduld zu haben. Viel wichtiger ist jetzt, dass Sie ungestört zu einer Familie zusammenwachsen können.

In den ersten Nächten ist es hilfreich, das Kinderbett vorzuwärmen: Ihr Baby lag in der Klinik im Wärmebettchen, daher ist es gleichbleibende Wärme gewöhnt. Auch muss sich sein Organismus erst einmal darauf einstellen, die Körpertemperatur selbst zu steuern. Sie können das Bettchen mit einer Wärmflasche anwärmen. Diese aber bitte rausnehmen, bevor Sie Ihr Kind ins Bett legen. Sonst könnte es zu heiß werden; außerdem verträgt die empfindliche Babyhaut keine direkte oder anhaltende Berührung mit einer Wärmequelle.

Mamas und Papas vertrauter Geruch ist wohltuend

Sie können anfangs ein getragenes T-Shirt oder Schlafanzugoberteil von sich als Spannbettlaken über die Babymatratze ziehen. Der vertraute Geruch von Mama oder Papa wirkt beruhigend auf die Kinder. Grundsätzlich können Sie diese Lösung auch schon auf der Station umsetzen, falls nichts dagegen spricht: Die meisten Kinder dürfen dort bereits mit ihren Eltern kuscheln. Dadurch kennen Sie deren Geruch und beruhigen sich, wenn sie diesen riechen. Das erleichtert ihnen später auch die Eingewöhnung, wenn sie nach Hause kommen.

Viele Kinder brauchen nach ihrer Heimkehr die Nähe ihrer Eltern sowie deren Stimmen als Sicherheit. Direkt im Elternbett sollte Ihr Baby dennoch nicht schlafen - es gibt andere gute Lösungen, es auch nachts in der Nähe zu haben. Um Ihr Baby beim Schlafengehen zu beruhigen ist es am besten, wenn Sie einfach leise mit ihm reden.

Wenn Ihr Baby beim Start ins Leben besondere medizinische Betreuung gebraucht hat, sind Eltern verständlicherweise oft sehr wachsam. Da ist es umso hilfreicher, wenn eine Hebamme zu Ihnen ins Haus kommt. Sie kann Ihnen aufgrund ihrer Erfahrung bei vielen Fragen zur Seite stehen. Das hilft Ihnen auch dabei, das Wohlergehen Ihres Kindes entspannter im Blick zu behalten.

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