Eisenmangel

Eisenmangel

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Eisen ist wichtig für die Entwicklung Ihres Babys, aber auch für Ihr Wohlbefinden: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, allgemeine Antriebslosigkeit und auffallende Blässe können ihre Ursache in einem Eisenmangel haben.

Wie es um Ihre Eisenwerte steht, wird daher im Rahmen der Vorsorge regelmäßig überprüft: Mit einem einfachen Test lässt sich der Hämoglobinwert (Hb-Wert) im Blut bestimmen. Dieser erlaubt Rückschlüsse darauf, ob Ihre Eisenreserven ausreichen.

Typischerweise sinkt der mütterliche Hb-Wert zwischen der 28. und 32. Schwangerschaftswoche: In dieser Zeit haben die Kinder einen großen Wachstumsschub und brauchen entsprechend viel Eisen. Dazu kommt, dass in der Schwangerschaft Ihre Blutmenge steigt, indem mehr Flüssigkeit eingelagert wird. Diese Verdünnung lässt den Hb-Wert sinken.

Sehr wichtig: Achten Sie auf Ihre Ernährung

Natürlich ist es sinnvoll, in der Zeit, in der Ihr Baby besonders viel Eisen braucht, auf die entsprechende Ernährung zu achten. Am besten ist es aber, wenn Sie von Anfang an darauf achten, eisenreiche Nahrungsmittel zu essen - und solche, die die Eisenaufnahme begünstigen. Auf Ihren Speiseplan gehört daher:

  • Fleisch, wenn auch nicht in großen Mengen: Sie brauchen pro Tag nur eine Portion ( = so, vil, wie in Ihre Hand passt) Fleisch, Wurst, Fisch oder Ei. Gerade rotes Fleisch, insbesondere Rind- und Wildfleisch, ist ein sehr guter Eisenlieferant, aber auch Putenfleisch ist recht eisenhaltig. Fleisch enthält außerdem gut verwertbares Eisen. Falls Sie sich vegetarisch ernähren, ist daher ein ausgewogener Speiseplan mit viel Vollkorn(Produkten) besonders wichtig, um Ihre Eisenversorgung zu sichern.
  • reichlich frisches Obst und Gemüse, ruhig auch mal als frisch gepresster Saft. Das sichert die Vitamin-C-Zufuhr - das Vitamin unterstützt die Aufnahme des Eisens aus der Nahrung.
  • Besonders gute Eisenlieferanten sind Hülsenfrüchte, etwa Linsen, weiße Bohnen, Kichererbsen und Erbsen. Aber auch Mangold, Schwarzwurzeln und Fenchel gehören zu den eisenhaltigeren Gemüsesorten. Streuen Sie ruhig kräftig Petersilie aufs Essen, denn die ist ebenfalls ein prima Eisenlieferant.
  • Himbeeren, schwarze Johannisbeeren und Nüsse liefern viel Eisen, besonders Paranüsse, aber auch Mandeln, Haselnüsse, Sonnenblumen und Kürbiskerne. Super Lieferanten und mit ein paar Nüssen ein praktischer Snack: getrocknete Aprikosen oder Feigen.

Tee und Kaffe lieber nicht direkt zum Essen

Tipp: Kaffee und Schwarztee vermindern die Eisenaufnahme, daher lieber mit etwa einer halben Stunde Abstand zum Mittag- und Abendesen trinken. Falls Sie Kräuter- und Früchtetees mögen: Der Schwangerschaftstee von Ingeborg Stadelmann (Apotheke) tut auch dem Eisenhaushalt gut.

Vorsorglich Eisenpräparate zu nehmen, ist normalerweise nicht sinnvoll. Ob Sie ein Präparat brauchen und wenn ja, welches, besprechen Sie am besten erst mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Frauenarzt. Als homöopathisches Mittel steht Ferrum phosphoricum zur Verfügung und in der Apotheke gibt es das so genannte Kräuter Blut als Kapseln oder Saft. Ihr Arzt kann auch Eisentabletten verschreiben. Tipp: Morgens mit einem Glas Orangensaft einnehmen, damit das darin enthaltene Vitamin C die Eisenaufnahme unterstützt.

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