Das erste Zähnchen kommt - und nun?

Babyzähne

© fotolia, Leonid & Anna Dedukh

"Ui, was ist das denn? Tatsächlich, der erste Zahn kommt!" Es ist ein großes Ereignis für Eltern, wenn im Mund Ihres Babys das erste schimmernde Weiß zu sehen ist. Gleichzeitig tauchen neue Fragen auf, etwa: Wie geht es jetzt mit dem Stillen weiter?

Keine Sorge, das Stillen klappt trotz der Zähnchen problemlos. Sie stören Ihr Baby nicht und während des Trinkens kann Ihr Kind auch gar nicht zubeißen. Das passiert höchstens zufällig mal. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Babys am ehesten gegen Ende der Mahlzeit spielerisch die Zähnchen probieren. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind kaum noch saugt, nehmen Sie es daher ruhig von der Brust. Kneifen die Zähnchen Sie doch mal, sagen Sie laut und energisch, "Aua, nicht die Mama beißen!" Ihr Kind versteht zwar Ihre Worte noch nicht. Doch es regiert sehr empfindsam auf Ihre Stimmungen und wird begreifen, dass es in diesem Moment etwas falsch gemacht hat.

Dass die Zähnchen kommen heißt auch, dass Ihr Kind allmählich Appetit auf festere Nahrung entwickeln wird. Wann ein Baby probieren will, was andere so essen, ist individuell verschieden. Aber ab dem sechsten Lebensmonat darf Ihr Kind ruhig mit festerer (Baby-)Kost beginnen. Beim Übergang vom Stillen oder dem Fläschchen zum ersten Brei tauchen häufig viele Fragen auf. Wenn Sie einen Rat brauchen, kann Ihre Hebamme oder Ihr Kinderarzt Ihnen ganz sicher weiterhelfen.

Jetzt sind Beißring und Lätzchen gefragt

Zahnende Kinder brauchen etwas zum Daraufherumkauen. Das lindert den Schmerz und unterstützt das Durchbrechen der Zähnchen. Gut geeignet sind leichte Beißringe, denn die sind dafür gedacht, dass Kinder auf ihnen kauen. Kaufen Sie aber sicherheitshalber nur Beißringe mit dem Vermerk "ohne Weichmacher", "ohne Phtalat" oder "PVC-frei". Oder gleich ein Modell aus Polyethylen (PE) bzw. Polypropylen (PP). Es gibt auch mit Flüssigkeit gefüllte Ringe, die sich kühlen lassen (im Kühlschrank, im Eisfach werden sie zu kalt, das tut weh). Wenn Sie's ganz natürlich mögen, können Sie Ihrem Kind zum Beispiel gekühlte Karottenstücke zum Kauen geben. Das bedeutet allerdings, dass Sie immer sehr aufmerksam sein müssen, damit Ihr Baby sich nicht an abgebissenen Stückchen verschluckt.

Bei allen zahnenden Kindern läuft die Spucke reichlich. Damit die Kleidung nicht dauernd nass ist, binden Sie Ihrem Kind am besten immer wieder ein frisches, saugfähiges Hals- oder Taschentuch um. Lätzchen helfen zwar auch, sind aber beim Spielen oft unpraktisch: Lieber kleine Modelle wählen, die nicht zu weit herunterhängen, wenn ihr Kind sich nach vorne beugt.

Auch eine Zahnfleischmassage tut gut

Manche Kinder scheinen sich wenig zu plagen, wenn die Zähnchen kommen, andere haben es schwerer. Falls ihr Baby zu denen gehört, die stärker mit dem Zahnen zu tun haben, hier noch ein paar Tipps, wie Sie ihm helfen können.

Falls Ihr Baby das mag, können Sie seine Zahnleiste zwischendurch sanft und spielerisch mit Ihrem sauberen Finger massieren. In der Apotheke gibt es auch Mittel zur lokalen Schmerzdämpfung, die aufs Zahnfleisch aufgetragen und leicht einmassiert werden. Ab und zu können Sie ein solches Präparat ruhig mal einsetzen, etwa vor der Nacht. Für tagelangen Dauergebrauch sind die Mittel jedoch nicht gedacht! Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind mehr Hilfe braucht, bitten Sie doch einfach Ihre Hebamme oder Ihren Kinderarzt um Rat. Eventuell gibt es ein homöopathisches Mittel, das sinnvoll ist.

Übrigens: Die beste Medizin sind Mama und Papa. Wenn Sie mit Ihrem Baby spielen, spazieren gehen oder schmusen, wird es seine Beschwerden einfach mal eine Zeit lang vergessen.

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