Babyspielzeug - was ist sinnvoll?

Babyspielzeug

© fotolia, Franz Pfluegl

Zu empfehlen ist immer, auf altersgerechtes Spielzeug zu achten. Kinder entwickeln sich sehr schnell, gerade im ersten Vierteljahr.

Sehen, Hören, die eigenen Finger entdecken und damit greifen: All das macht rasante Fortschritte und bringt viele neue Eindrücke mit sich, die Ihr Baby erst einmal verarbeiten muss. Einfaches Spielzeug, das zu den Fähigkeiten Ihres Kindes passt, unterstützt seine Entwicklung am besten. In den ersten zwei Monaten reichen kleine Fingerpüppchen oder ein Greifring aus. Denn vorerst ist Ihr Baby stark damit beschäftigt, sich selbst zu entdecken und kennenzulernen.

Das Spielzeug-Angebot ist riesig

Das Spielzeug-Angebot ist allerdings groß, und was Eltern wählen, ist grundsätzlich Ansichtssache. Manche favorisieren Kunststoffspielsachen, die durch Farbe, Musik und Bewegung Reize setzen. Andere bevorzugen eher schlichtes Holzspielzeug. Oder basteln manches selbst, zum Beispiel, indem sie kleine Getränkeflaschen aus Kunststoff mit Erbsen, Nudeln oder Reis füllen. Schon ist eine Rassel fertig (Verschluss gut sichern!). Oder: Einfach einen Bratschlauch mit roten Servietten-Schnipseln füllen und zu einem "Bonbon" zusammenbinden. Das knistert schön und ist gut greifbar für die kleinen Hände. Der rote Inhalt ist sehr attraktiv, denn die Farbe Rot können Kinder als erste sehen.
Tipp: PEKiP Kurse zeigen Eltern, wie sie tolle Spielsachen basteln und gleichzeitig die Bewegungsentwicklung ihres Kindes fördern können.

Wenig begeistert sind Experten übrigens von Sitzen, die das Baby schaukeln, gleichzeitig Musik spielen und auch noch ein Spielzeug im Blickfeld des Kindes kreisen lassen. So viel Reizüberflutung überfordert ein Baby. Das ist ganz so, als säßen Sie selbst auf Dauer in einem Kirmes-Karussell. Auch Physiotherapeuten raten von solchen Sitzvorrichtungen ab. Die Kinder können sich nicht frei bewegen und ihre empfindsame Wirbelsäule leidet unter der aufgezwungenen Haltung. Nicht zuletzt wachsen Kinder schnell; ist der Sitz dann zu klein, verschlechtert das die Sitzposition weiter.

Hände weg vom "Gehfrei"

Was Sie lieber nicht anschaffen sollten, ist ein "Gehfrei". In diesen Roll-Gestellen sitzende Kinder können ein enormes Tempo aufnehmen, indem sie sich mit den Füßen abstoßen. Dabei ist die Unfall- bzw. Sturzgefahr sehr hoch. In den USA sind Gehfreis daher verboten und nicht mehr auf dem Markt. Das Laufenlernen fördern diese Gestelle ebenfalls nicht, im Gegenteil. Die Kinder hängen mehr in den Sitzen als dass sie darin sitzen und üben nicht, ihr Gleichgewicht zu halten. Sie können die Füße nicht richtig abrollen, da nur die Zehenspitzen den Boden berühren. All das wirkt auf die motorische Entwicklung eines Kindes eher bremsend.

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