Silke Westerhausen

Risiken für normale Geburt nach komplikationsreicher erster Geburt?

Antwort von Silke Westerhausen

Frage:

Sehr geehrte Experten,

meine erste Geburt (2008) war etwas traumatisch. Die Schwangerschaft verlief beschwerdefrei, kurz vor dem Entbindungstermin wurde jedoch plötzlich von den Krankenhausärzten empfohlen, ich solle wegen meines (hormoninaktiven und beschwerdefreien) Hypophysenadenoms nicht stark pressen bzw. das Kind solle mithilfe von Saugglocke o.ä. geholt werden. Damit ging ich mit einer Verunsicherung an die Geburt heran, denn solche Hilfsmittel wollte ich eigentlich vermeiden und, sollte ich nun pressen oder lieber nicht?

Alles begann dann normal mit Platzen der Fruchtwasserblase, Wehen usw. Mir wurde auf meinen Wunsch hin im KH eine PDA gelegt. Allerdings bekam ich jede Stunde andere Empfehlungen aus dem KH-Team, vom Arzt Kaiserschnitt, von der Hebamme Ermutigung zur normalen Geburt. Nach ca 12/13h wurde jedoch festgestellt, dass es dem Kind schlechter gehe, es wurde ein Notkaiserschnitt angeordnet. Meine Tochter hatte sich nicht ins Becken gesenkt. Ich wurde in aller Eile im KS-Bereich (horizontale, jedoch schiefe Narbe) aufgeschnitten, die Ärztin bekam aber das Kind dort nicht raus, da es sich offenbar inzwischen (ws. bei der Umlagerung auf den OP-Tisch) doch ins Becken nach unten begeben hatte.
Es wurde dann ein Dammschnitt gemacht und meine Tochter mit Hilfe der Saugglocke rausgeholt. Ich musste dann noch eine Bluttranfusion bekommen, sonst verlief alles Weitere besser. Ich verspüre nun jedoch in der Zeit um den Eisprung und nach körperlicher Anstrengung wie z.B. joggen Schmerzen (ähnlich Regelschmerzen, aushaltbar). Manchmal habe ich Sorge, da drin könnte alles verwachsen und vernarbt sein, schwierig für ein zweites Kind. Die KS-Narbe ist ganz gut verheilt, jedoch ist die Haut an
einigen Stellen taub.
Ich möchte aber gern wieder schwanger werden, meine Gynäkologin hat nichts dagegen, rät mir jedoch nun von vornherein zu einem Kaiserschnitt. Allerdings ist der ja auch nicht ohne Risiko und ich möchte nun abwägen. Bei einem erneuten "Entbindungsversuch" würde mir die Natürlichkeit gefallen, habe aber die Sorge, dass eine Gebärmutterruptur passieren könnte und ich am Ende wieder einen Not-KS habe.

Ich wäre für Ihre Empfehlungen sehr dankbar,
Herzliche Grüße
Aliena

von @Aliena@ am 29.01.2012, 17:49 Uhr

 

Antwort auf:

Risiken für normale Geburt nach komplikationsreicher erster Geburt?

Hallo,

Puh,KS-Naht und Dammschnitt?

Eine erneute Spontangeburt ist durchaus erstrebenswert,besonders wenn der KS über zwei Jahre her ist und Sie sich eine andere klinik suchen.

Grüße
Silke Westerhausen

von Silke Westerhausen am 30.01.2012

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