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Frühchen - Forum für frühgeborene Babys Frühchen - Forum für frühgeborene Babys
Geschrieben von rosenfee32 am 03.02.2018, 17:13 Uhr zurück

Fruchtblasenprolaps

Hallo Zusammen,

Dieser Thread ist zwar nicht mehr aktuell aber trotzdem wollte ich euch liebe Frauen um Rat fragen.

Ich habe mich im Namen meiner Frau registriert um hier schreiben zu können.

Seit 12 Jahren haben wir einen unerfüllten Kinderwunsch.

2014 wurde Sie durch ICSI mit Zwillingen schwanger. Natürlich damals eine unbeschreibbare Freude für uns gewesen. Leider hielt due Freude nicht kang genug und es kam in der 15.SSW zur Abort.

Auf die danach entstandene psychische Belastungen werde ich nicht eingehen aber ihr Mütter könnt sicherlich nachvollziehen.

Danach haben wir nochmals 3 mal ICSI gemacht( aus eigener Tasche, da wir mittlerweile unsere 3 gratis Chancen ausgeschöpft hatten) aber leider ohne Erfolg.
Meine Frau hat von Anfang durch recherchieren hier im Internet sich nur noch verrückt gemacht, ich war absolut dagegen. Jeder beschreibt hier seine Fälle aber jeder Körper und deren Eigenschaften sind anders.

Durch eine bekannte wurden wir auf ein Kinderwunschzentrum in der Türkei/ANTALYA aufmerksam gemacht.

Ich ehrlich gesagt war sehr pessimistisch, vorallem die Weite und drum herum wie das überhaupt funktionieren sollte.

Als wir im Urlaub dort waren,haben uns vorgestellt und der Arzt wollte sofort loslegen.

Ich war sehr erstaunt da hier in Deutschland immer auf die Periode gewartet wurde.

Als wir dann einigemale dort und ausführlich aufgeklärt waren,dachte ich nur, verdammte Scheiße...warum haben wir hier in Deutschland nur Zeit vergeudet?

Die Prozedure dort ist ganz anders,im positiven Sinne natürlich.

z.B. bekommt man bei erfolglosem Transfer die Kosten voll zurückerstattet,auch das Einfrieren der Eizellen zahlt man einmalig und man muss nicht die Lagerung immer verlängern.

Da ich nicht immer vor sein konnte,hat man die Samenzellen eingefroren. Das war schon mal eine Sorge weniger.

Man konnte mit Erfolg 10 Eizellen befruchten.Alles Blastozysten. Der behandelnde Arzt riet uns PID machen zu lassen, was ja in Deutschland auch nicht erlaubt ist.

Ich hatte wie immer nicht sofort die Hoffnung, dass der Transfer was wird aber interessanterweise war der behandelnde Arzt so was von zuversichtlich, dass er uns fast eine Garantie gegeben hat.

Fazit: Meine Frau ist schwanger :-)))

Er hat uns aber dringend geraten ab der 12.SSW eine Cerglage machen zu lassen. Da er auch die Vorgeschichte bereits wusste.

Hier in Deutschland waren die Meinungen der Ärzte gespalten. Der Frauenarzt hat z.B.wegen den Komplikationen nicht empfohlen. Wir waren ratlos :-(

In der 14 SSW. kam es zur leichten Blutung/Ausfluss. Sofort kam die alte Geschichte wieder hoch,mit Panik habe ich Sie ins Krankenhaus gefahren.

PS: Ich rate allen die so ein Problem bekommen, ruft den Krankenwagen und lass euch abholen mit Blaulicht fahren.

Als wir dort ankamen,wurde Sie so behandelt,als ob Sie zur Rutineuntersuchung gekommen wäre, keine Liege oder Bett bekommen um die Beckenlage hochzuhalten.
Erst nach einer Diskussion,legte man Sie auf dem Bett.

Letztenendes war alles ok,die Blutung war alt und wir gingen wieder heim.

Das war jetzt alles die Vorgeschichte...

Kommen wir zum eigentlichen Thema.

Am 15.01.2018 hatte Sie normale Schwangerschaftsuntersuchung. Bis jetzt war ich immer dabei. Sie hatte den Arzt gewechselt, auf Empfehlung diesen Aufgesucht.

Ich hatte bei dem Arzt den Eindruck, dass er die ganze Sache auf die leichte Schulter genommen hatte. Obwohl meine Frau Ihre Ängste mehrmals zur Wort gebracht hatte, sagte er,"Sie sind ja kein rohes Ei" übertreiben Sie nicht etc etc.

Meine Frau hatte imer Angst vor Zervixinsuffizienz. Immer wieder sagte Sie mir,dass das ohne Vorahnung passieren würde.

Bei der Untersuchung hat der Arzt mit dem Finger den Muttermund abgetastet und sagte,dass es 3-4 cm wäre.

Genau 3 Tage später am 18.01.2018 bekam Sie Schmierblutung und stellte Sie sich in der Praxis erneut vor. Ich war leider nicht dabei aber der Arzt hätte gesagt,dass es von der Gebärmutter käme aber ansonsten alles ok sei.

Übers Wochenende kam nichts mehr und wir waren wohlauf ,bis auf den 22.01.2018

Morgens hatte Sie wieder Ausfluss mit etwas Wasser. Sofort fuhren wir zum Frauenarzt.

Er fragte, "was ist denn wieder los? Bei der Untersuchung dann weiter..., ohhh scheiße, der Muttermund hat sich geöffnet und ich sehe die Fruchtblase, Sie muss sofort ins Krankenhaus "

Er wollte, dass ich Sie selbst ins Krankenhaus fahre,ich habe darauf bestanden mit Krankenwagen fahren zu lassen.

Natürlich habe ich dann im Krankenhaus gesehen, dass Sie als Notfall eingestuft und behandelt wurde.

Eine Oberärztin untersuchte Sie,Sie sagte auch dass Sie die Fruchtblase sehen würde. Sie ist echt Gefühllos und sagte,dass spätestens nach 2 Tagen zur Abort kommen würde.

Seit dem 22.01.2018 liegt meine arme Frau bis heute nur auf dem Rücken.
Selbst Ihr Geschäft muss Sie im Bett machen.Man hat ein Urin Kateter angelegt. Sie muss eine strenge Bettruhe muss Sie einhalten. Eine Woche lang habe ich bei Ihr geschlafen,ich bin quasi die Hände und Füße von Ihr. Sie ist hilflos und kann ohne Hilfe nichts machen :-(((
Dass die Schwester nach dem Stuhlgang natürlich nicht blitz blank putzen ist klar,also reinige ich jedes mal nach. Ich hätte nie daran geglaubt aber wir sind im Leben füreinander da.

Physisch und Psychisch sehr belastend für uns beide.

Wünsche nicht mal meinem Feind so was,Gott möge die Menschen die lebenlang im Bett liegen und auch die die pflegen müssen reichlich belohnen.

Sie kam mit der 20+1 SSW. hier her und heute haben sind wir in der 22+0 SSW.

Am liebsten würde ich der Oberärztin ins Gesicht spucken, da Sie keinerlei Optimismus zeigte. Wir hatten bei der Einlieferung schon den Abschlussstrich gezogen aber sieht,wir kämpfen weiter.

Seit der Einlieferung verliert Sie leicht Fruchtwasser aber in der Fruchtblase noch reichlich vorhanden. Die Behandlung erfolgt durch Antibiotika Unazid 3g venös und 1,5 ml Magnesium.

Leider hat Sie heute Nacht erstmals schmerzen, drücken im Bauch gehabt. Das Tokomessgerät hat erstmals Kontraktion erfasst.

Man hat das Magnesium abgesetzt und mit der Verabreichung von Tokolyse 3ml begonnen. Sie bekam dadurch viele Nebenwirkungen. Starke Übelkeit, Herzrasen,Puls bis zu 140,Taubheit an den Beinen, Schlappheit.

Ich bin sehr besorgt,da ich auch negatives über Tokolyse gelesen habe.

Wie lange die das geben werden weiss ich nicht.

Hier in dem Krankenhaus können die erst ab der 24.SSW.die Frühgeburten behandeln.

Daher wollen die ab nächste Woche damit anfangen, kortizon zu spritzen damit die Lunge schneller heranreift.

Es wurde auch darüber gesprochen ob man nicht nach Köln in die Unikilik verlegen soll aber der Chefarzt will voerst abwarten, weil auch die Transport (wenn dann nur per Hubschrauber) negatives auslösen kann.

Ausser beten bleibt uns nichts übrig.


Due Medizin kann heute Organe und Glieder transplantieren die einzelnen Gefäße zusammennähen aber bei einer bloß geöffneten Mundermund sind deren Hände gebunden.

Der Mensch sollte dafür danken was er hat und kann....

 

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