Bezahlte Freistellung nach der Geburt
für Partner:innen – 2024 soll sie
kommen

Münzstapel auf Geldscheinen

© Adobe Stock, grafikplusfoto

Nach der Geburt des Babys sollen Partner bzw. Partnerinnen Anspruch auf eine bezahlte Auszeit von zwei Wochen haben.

Dazu möchte Bundesfamilienministerin Lisa Paus im kommenden Jahr eine Regelung im Mutterschutzgesetz einfügen, die 2024 in Kraft treten soll.

Finanzierung der Neuerung noch unklar

Dann könnten ab Januar 2024 Partner bzw. Partnerinnen nach der Geburt ihres Kindes zwei Wochen lang bezahlt freigestellt werden, ohne dazu Urlaub oder Elternzeit nehmen zu müssen. Von der neuen Regel betroffen wäre der zweite Elternteil, also meist Väter. Die Mütter sind nach der Geburt bereits durch den Mutterschutz für eine gewisse Zeit bezahlt freigestellt. Die neue Regel soll im Mutterschutzgesetz verankert werden, so die Familienministerin. Wie sie finanziert werden soll und wie hoch der Anteil der Arbeitgeber ist, sei aber im Moment noch offen, erklärte die Behörde.

Zwei Wochen nach der Geburt – für volle Konzentration aufs Baby und die Mama

Es sei wichtig, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken und Eltern den Wunsch nach einer partnerschaftlichen Aufteilung der Familie zu ermöglichen, sagte Lisa Paus. Speziell in der Zeit nach der Geburt sollten Eltern Zeit füreinander und das Baby haben, so die Politikerin. Auch damit Väter früh eine enge Beziehung zum Kind aufbauen können, wäre die bezahlte Freistellung hilfreich. Ursprünglich sollte die bezahlte Freistellung nach der Geburt schon in diesem Jahr gelten, jedoch sei die wirtschaftliche Lage von kleinen und mittleren Unternehmen gerade zu schwierig. „Deshalb möchte ich dieses wichtige Vorhaben im nächsten Jahr aufs Gleis setzen", erklärte Paus.

Die bezahlte Freistellung ist eine EU-Richtlinie, die Deutschland dann 2024 endlich umsetzt. Bereits im September dieses Jahres hatte die EU wegen der verspäteten Umsetzung der Vaterschaftsauszeit ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet.


Quellen:
Süddeutsche Zeitung: Familienministerin: Bezahlte Vaterschaftszeit ab 2024

Zuletzt überarbeitet: Dezember 2022

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