Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

Facharzt für Dermatologie, Venerologie, Allergologie

Professor Dr. med. Dietrich Abeck absolvierte seine dermatologisch-allergologische Facharztausbildungen an den Universitätskliniken in München unter Herrn Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Otto Braun-Falco und in Hamburg unter Herrn Professor Dr. med. Dr. phil. Johannes Ring. Zuletzt war er als Leitender Oberarzt an der Dermatologischen Klinik der Technischen Universität München tätig und ist seit 2004 in eigener Praxis in München niedergelassen. Sein klinischer Arbeitsschwerpunkt in den letzten Jahren galt der Verbesserung von Diagnostik und Therapie kindlicher Hauterkrankungen. Herr Abeck ist Mitautor zahlreicher Veröffentlichungen zu diesem Thema und Herausgeber wichtiger praxisrelevanter Bücher im Bereich der Kinderdermatologie.

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Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

Evt. Schuppenflechte

Antwort von Prof. Dr. med. Dietrich Abeck

Frage:

Meine Tochter hatte Anfang Dezember plötzlich Ausschlag auf dem Kopf, Haargrenze, Stirn, Augenbrauen und auf den Wangen bekommen (teilweise erhaben, auf dem Kopf mit Schuppenbildung, nicht juckend). Außerdem waren die Ohrläppchen eingerissen. Auf dem restlichen Körper gab es vereinzelt schuppige Flecken (ca. 30 Stück verteilt auf den ganzen Körper, Größe ca. 0,2-0,4mm), die teilweise rötlich, teilweise nur schuppig, jedoch kein schuppiger Belag, waren, auch diese Stellen haben nicht oder kaum gejuckt.
Wir waren erst beim Kinderarzt, der jedoch ratlos war und uns an einen Dermatologen überwiesen hat. Verdacht: Röschenflechte, Schuppenflechte, Pilzinfektion, hat uns aber eine Pilzsalbe verschrieben.
Dort hatte man den Verdacht, dass es sich um Schuppenflechte handelt, da meine Tochter Anfang November eine Streptokken-Angina hatte. Da in unserer Familie auch bis in die Großelterngeneration keiner Schuppenflechte hat, viel es mir schwer an diese Diagnose zu glauben, zumal man sich nicht wirklich sicher war und keine Hautprobe entnommen hat. Wir bekamen für das Gesicht eine sehr leichte Hydrocortison-Creme mit Pilzmittel. Für den Körper Ecural. Der Erfolg war sehr gut. Am Körper haben wir das Ecural abgesetzt und schmieren normale Körper-Lotion, es sind keine Stellen mehr vorhanden.
Im Gesicht war auch erst alles gut. Doch dann ist der Ausschlag vor allem auf der Stirn und der Haargrenze wiedergekommen, allerdings völlig ohne Schuppen. Da wir das Cortison schon ausgeschlichen hatten, habe ich wieder damit angefangen. Leider zeigte sich gar keine Wirkung. So habe ich das leichte Cortison wieder langsam abgesetzt. An einer Stelle in Richtung Hals habe ich an einer kleinen Stelle Ecural versucht: Wirkung 0. So habe ich völlig auf Kortison verzichtet, lasse jetzt enge Mützen weg und habe wieder mit der Pilzsalbe vom Kinderarzt angefangen. Die Stellen im Gesicht sind nun alle weg und auch an der Stirnhaargrenze war eine Besserung zu sehen. Jetzt sind die Stellen keine kleinen Punkte mehr, sondern eher flächiger, Größe bis ca. 0,5 mm, rot, sehen teilweise etwas erhaben teilweise nur fleckig, leicht "krisselig" aus. Heute habe ich gesehen, dass in einer Ohrmuschel ein neuer roter Herd entstanden ist, nur rotflächig, keine Schuppen, nicht erhaben.
Kann es sich denn wirklich um eine Schuppenflechte handeln, wenn z.B. Cortison überhaupt nicht anschlägt? Und wie lange kann ich das Pilzmittel benutzen? Ich habe erst am 25.01. einen Hautarzttermin.

von MamaLilly am 14.01.2011, 10:31 Uhr

 

Antwort auf:

Evt. Schuppenflechte

auch Ihre Teile die Verdachtsdiagnose
exanthematische Psoriasis nach Streptokokkeninfekt (--> häufigster Auslöser im Kindesalter!)

die Prognose im Kindesalter ist sehr gut; die Behandlung
erfolgt mit Vitamin D3-Analoga und auch topischen Kortisonprodukten und v.a. intensiver Hautpflege

Kortison wirkt immer, wobei evtl. beim Ecural die Galenik nicht stimmte oder Sie das Präparat zu kurz einsetzten!

von Prof. Dr. med. Dietrich Abeck am 15.01.2011

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Stichwort: Schuppenflechte

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