Verhalten einer Hebamme

 Silke Westerhausen Frage an Silke Westerhausen Hebamme der Frauenklinik St. Anna in Herne

Frage: Verhalten einer Hebamme

Guten Tag, seit der Geburt meines Sohnes schwirren mir immer wieder Fragen im Kopf herum über den Geburtsablauf. Folgende Situation ereignete sich: Nach 16 Std Wehen mit einseitig wirkender PDA und Wehentropf im Vierfüsslerstand sprengte die Hebamme meine Fruchtblase (ohne Ankündigung), meinte es kann noch dauern, was dann war Schichtwechsel. Ein paar min später kam die nächste Hebamme rein, ich hatte starke Schmerzen, sie zog mir die Hose herunter und sagte ich solle zu ihren Fingern pressen während sie an meiner Scheide riss. Ich hatte gar keinen Pressdrang. Dann sollte ich mich umdrehen und weiterpressen mit Kopf auf der Brust und mich an den Griffen nach unten ziehen. Sie sagte immer ich soll mich mit aller Kraft gegen ihre Hände in meiner Scheide stemmen, was fürchterlich weh tat. Als ich angefangen habe zu schreien, hat sie die Oberärztin gerufen, die meinte, so wir holen ihn jetzt mit der Saugglocke. Es gab dafür aber gar keinen Grund (im Protokoll steht „Erschöpfung“) Direkt nach der Geburt wurde an der Nabelschnur gerissen, weil die Plazenta in 15 min kommen muss (???) und ich wurde eine Std lang genäht, meinen Sohn gaben sie in dieser Zeit zum Bonding meinem Partner. Ist das ein normaler Geburtsverlauf? Was wollte sie mit dem gegen die Finger stemmen bezwecken? Muss ich für die Saugglocke nicht mein Einverständnis geben (ich habe starke Verletzungen erlitten)? Danke und viele Grüße

von Katikata am 03.05.2020, 12:07



Antwort auf:

Re: Verhalten einer Hebamme

Hallo, Hier ist einiges im Argen - wenn Maßnahmen während einer Geburt notwendig sind ist es unerlässlich mit der werdenden Mutter darüber zu sprechen - wenn es schnell gehen muss kann dies auch im Gespräch nach der Geburt stattfinden. Eine vaginale Untersuchung ohne Ankündigung ,oder sogar das Eröffnen der Fruchtblase ist nicht in Ordnung. Die Hebamme hätte ebenfalls dafür sorgen sollen,dass die PDA erneut gelegt hätte werden müssen;eine einseitig wirkende PDA ist schlimmer als gar keine und zu frühes Pressen mit der werdenden Mama ist eigentlich ein typischer Anfängerfehler,eigentlich… Ich würde Ihnen raten sich einen Termin mit dem Chefarzt /Chefärztin über das gynäkologische Sekretariat geben zu lassen;er/sie kann dann entscheiden ob er seine Oberärztin plus die Hebammen zum Gespräch bittet. Grüße und alles Gute, Silke Westerhasuen

von Silke Westerhausen am 03.05.2020


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