Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

wenig Fruchtwasser

Frage: wenig Fruchtwasser

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Hallo! ich möchte wissen, was es mit dem Fruchtwasser auf sich hat. in der vorletzten (31. SSW) hat mir meine Gynäkologin während des Ultraschalls mitgeteilt, dass ihrer Ansicht nach sehr wenig Fruchtwasser für das Baby vorhanden ist. Ich habe gleich am darauf folgenden Tag einen sog. Doppler beim FA machen lassen, der mir mitgeteilt hat, dass das FW zwar untere Norm sei, er aber aufgrund der guten Gefäßwerte keine Gefahr für das Kind sieht. Meine Ärztin hatte sich auch mit der Größe des Kindes vertan, während sie es auf bereits 2300g schätzte, lag die Schätzung des anderen Arztes bei gerade mal 1500g. Ich bin nun doch etwas verwirrt, zum einen wie es zu einer solchen Abweichung kommen kann und zum anderen - wie wird meine Schwangerschaft nun weiter verlaufen? Dazu kam, dass die Ärztin einen "schlechten" PH-Wert in der Scheide feststellte. Muss die Versorgung des Kindes jetzt häufiger untersucht werden oder zumindest noch mehr Ultraschall-Untersuchungen gemacht werden? Kann ich selbst etwas tun? danke Francy


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Liebe Francy, generell lässt sich eine verminderte Menge an Fruchtwasser (Oligohydramnion) im letzten Schwangerschaftsdrittel in 3-5% aller Schwangerschaften nachweisen. Deshalb kann sich häufig schon mit einer ausreichenden Trinkmenge der Frau die Fruchtwassermenge verbessern, sofern es für die verringerte Fruchtwassermenge keine anderen Ursachen gibt. Deshalb muss ein Oligohydramnion nicht gleich auf eine Störung des Kindes hindeuten. Es bedeutet jedoch, dass der Befund sonographisch kontrolliert wird. Und bei Unklarheiten oder anderen Hinweiszeichen, sollten dann je nach Bedarf neben einer verminderten Funktionsleistung des Mutterkuchens auch Entwicklungsstörungen, Fehlbildungen oder genetische Störungen ausgeschlossen werden. Im zweiten Drittel findet sich ein Oligohydramnion nur in 0,2% der Schwangerschaften. In diesen Fällen findet man in 5-10% Chromosomenstörungen und in den überwiegenden Fällen Nierenanlagestörungen. Insofern sollten Sie immer die individuelle Einschätzung Ihrer Ärtzin/Arzt abwarten und dann schauen, was die ggf. durchgeführte, spezielle Ultraschalluntersuchung erbringt. 2. wenn der Doppler in Ordnung ist, wäre sicher mit der Frauenärztin noch einmal abzustimmen, ob das Schwangerschaftsalter noch stimmt und ob im weiteren Verlauf das Gewicht des Kindes weiter zunimmt. 3. der Scheiden-PH-Wert liegt normalerweise zwischen 3,8-4,0. Ist er nach oben hin verändert, so ist das zunächst mal Ausdruck einer gestörten Scheidenflora, was entweder auf einen Mangel an Milchsäurebakterien zurückzuführen ist oder es kann Ausdruck eine bakteriellen Infektion sein. Dieses lässt sich aber häufig schon im Mikroskop beurteilen. Und nur, wenn hier bestimmte Keime vorhanden sind, sollten diese natürlich behandelt werden, weil dann das Risiko für vorzeitige Wehen und Frühgeburtlichkeit erhöht ist. Sofern einer leichten Erhöhung des Wertes keine Entzündung zu Grunde liegt, kann der Wert auch mit Milchsäurebakterien in Zäpfchenform oder mit Vitamin-C-haltigen Vaginaltabletten angehoben werden Mit der Bestimmung des Ph-Wertes soll, wie oben angeführt, eine bakterielle Besiedlung der Vagina in d. Schwangerschaft ausgeschlossen werden. Dazu gibt es neben Teststreifen mittlerweile auch einen so genannten Testhandschuh. VB


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