Mitglied inaktiv
Hallo mal wieder! Ich leider an sehr stakem Heuschnupfen und muss dagegen Medikamente nehmen. Ich nehme zur Zeit Xusal Tabletten (Levocetirizinhydrochlorid) und seit drei Tagen nehme ich jeweils einmal am Tag eine Ibu ratiopharm 400 akut Tablette ein, da ich mir einen Nerv eingeklemmt habe. Nun meine Frage: Da ich schon seit Monaten keine Mens mehr hatte und der SS-Test vor 3,5 Wochen beim FA negativ war geh ich eigentlich auch davon aus, nicht schwanger zu sein. Da mein Mann und ich aber nicht verhüten, könnte es ja theoretisch doch zu einer Schwangerschaft gekommen sein. Falls dies so wäre, und ich jetzt diese Medikamente nehme, würde ich dem Kind damit sehr schaden? Ich habe am 12.05. erst wieder einen Termin. Was passiert wenn ich doch schwanger bin? LG, Alexa
hallo Alexa, zum dem besagten Medikament schreibt die Rote Liste "Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen liegen nicht vor. Der Tierversuch erbrachte keine Hinweise auf embryotoxische/teratogene Wirkungen." Sicher sollte hier der Arzt vor Ort über die Indikation entscheiden, wenn eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen werden kann. Aber: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich doch bitte an unseren Experten für Medikamente in der Schwangerschaft, Herrn Dr. Paulus. Er hat übrigens hier bei rund-ums baby.de auch ein Forum zu solchen Fragen. Die Adresse ist http://www.rund-ums-baby.de/med_schwangerschaft/ In der Schwangerschaft können bei Heuschnupfen die meisten Antihistaminika bedenkenlos angewandt werden, insbesondere inhalative Präparate, die Cromoglicinsäure enthalten. Diese Substanz wirkt überwiegend lokal und zeigt kein erhöhtes Risiko für teratogene Schäden. Neben den inhalativen Substanzen können Sie selbstverständlich auch Augen- oder Nasentropfen anwenden. Die Antihistaminika dürfen also zur Behandlung allergischer Erkrankungen, als Mittel gegen Schwangerschaftserbrechen und auch als Schlafmittel eingesetzt werden. Falls Kortikoide erforderlich sind, empfiehlt sich hier ebenfalls die inhalative Gabe wegen der wesentlich geringeren systemischen Wirkung. Die besten Erfahrungen liegen für Sprays vor, die Budesonid enthalten. Bei Orientierung an die Dosierungen kann man auch mit einer Langzeitmedikation keinen Schaden anrichten. Bei den Antihistaminika ist die Gabe von Terfenadin erst im zweiten Schwangerschaftsdrittel erlaubt, weil dann die Organbildung abgeschlossen ist. Die sog. Betamimetika z.B. Sultanol, Berotec, Bronchospasmin oder Bricanyl sind ebenfalls gut erprobt. Sie lösen die Verkrampfung der Bronchialschleimhaut . Bei Asthma-Symptomen kann man auch Prednisolon geben, weil es nur zu 10-20 Prozent über die Placenta auf den Feten übergeht. VB
Mitglied inaktiv
Vielen lieben Dank für ihre Antwort. Das hat mich etwas beruhigt, falls doch eine Schwangerschaft eingetreten sein sollte. Alexa