Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

wann ist es endlich soweit??

Frage: wann ist es endlich soweit??

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hallo dr. bluni!! sitze schon seit gestern auf nadeln, gestern war mein ET. bis jetzt hat sich noch nichts getan, ausser das ich komischerweise am Abend und in der Nacht immer schon gleichmäßige Wehen habe, und die dann aber in der Früh und am laufe des Tages nicht mehr da sind, und aber am Abend wieder kommen. Komisch ist auch, das ich jetzt so gegen 2 uhr in der Nacht wach werde, weil ich total arges Sodbrennen habe- ist auch seit ein paar Tagen erst!! Können das schon Anzeichen für eine baldige bevorstehende Geburt sein?? Mein Würmchen liegt schon seit der 27 SSW mit dem Köpfchen fest in meinen Becken, habe ich dann mal gute Chancen, das ich eine schnelle Geburt haben werde?? Ich weiss, ich bin lästig, aber eine Frage hätte ich da noch: schädlich kanns fürs baby aber nicht sein, wenn es zu lange drinnen bleibt, oder könnten da eventuell Probleme etc. auftreten?? Danke im Voraus für ihre Antworten!!!


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, 1. die ersten Anzeichen der sich anbahnenden Geburt können sehr variabel und vor allem individuell sein. Dieses gilt auch für weitere Schwangerschaften. Und so ist es aus solchen Schilderungen ohne Untersuchungsbefund und CTG nicht ableitbar, ob dem hier nun auch so ist. Das bedeutet man kann für den Einzelfall nicht vorhersagen, ob dieses nun ein Heinweis ist, dass es losgehen wird oder ob das Kind früher als erwartet kommt. Dieses geht auch bei einem bestimmten geburtshilflichen Befund nicht, von dem man vielleicht annehmen würde, dass es für einen Geburtsbeginn reichen würde. Jeder erfahrene Geburtshilfer weiß, dass man hier immer wieder überrascht wird. Das hängt zum Teil von vielen Faktoren ab. Und auch, wenn hier z.B. schon regelmäßige Senkwehen verspürbar wären, kann es noch einige Tage dauern. Die Empfehlung wäre hier immer, sich an die Ratschläge der Hebamme oder des betreuenden Arztes zu halten und diese bei Unsicherheit zu konsultieren. 2. das Bedürfnis, die Abläufe zu beschleunigen, kennt jeder Geburtshelfer sehr gut, aber leider haben wir bis heute keine patentierten Mittel zur Geburtseinleitung. Sicher ist die geburtsvorbereitende Akupunktur ab der 36. SSW eine sehr sinnvolle und hilfreiche Maßnahme, die Vorgänge zu erleichtern. In Absprache mit dem Frauenarzt oder Frauenärztin kann es die Schwangere auch mit Himbeerblätter- oder Frauenmanteltee versuchen. Das Treppensteigen und sich lieben kann auch ein wenig unterstützend wirken. Der so genannte Wehencocktail wird mittlerweile in vielen Kliniken, aber auch von Hebammen schon vor einer Klinikaufnahme als eine schonende und effektive Maßnahme zur Geburtseinleitung verwandt. Er enthält neben Rhizinusöl auch Aprikosensaft und ein wenig Alkohol Sekt oder Wodka.Grundsätzlich sollte dieser Cocktail aber am besten unter Begleitung einer Hebamme oder in der Klinik eingenommen werden, da dieses schon mal zu unerwartet starken Wehen führen kann. 3. In aller Regel wir etwa 10-12 Tage gewartet, bevor geburtseinleitende Maßnahmen ergriffen werden, wenn es Kind und Mutter bis dahin gut geht. Für die Geburt alles Gute. VB


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