Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Verdacht ELS

Frage: Verdacht ELS

chiarasss

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Schönen guten Abend Herr Doktor Bluni, ich habe folgendes Problem. Am 28.09.2015 war der erste Tag meiner letzten Periode. Vor genau einer Woche hielt ich einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Gestern morgen auf Toilette bekam ich schmierblutungen mit geweberesten, die aber direkt wieder stoppte und bis jetzt nicht mehr aufgetreten ist, bzw ich nur beim abwischen ein klein wenig sehe. Ich bin daraufhin direkt zu meiner Ärztin gegangen. Auf dem Ultraschall sah man nur eine aufgebaute Schleimhaut - keine Flüssigkeit in den Eileitern oder Bauchraum. Der 25er Schwangerschaftstest beim Arzt war bereits negativ (mein digitaler sagt noch immer schwanger 1-2 Wochen). Dann wurde Blut abgenommen um den HCG Wert zu bestimmen. Heute habe ich den Wert bekommen, dieser lag dann bei 17 - bei Schwangerschaftswoche 4+3. Natürlich viel zu niedrig, da ich auch ganz genau weiß, dass mein Eisprung exakt 18 Tage zurück liegt. Mein Arzt vermutet eine Eileiterschwangerschaft. Am kommenden Montag soll ich wiederkommen um erneut Blutabzunehmen um zu schauen, wie der Wert sich entwickelt. Jetzt habe ich häufig ein ziehen an meiner Kaiserschnittnarbe (an der Stelle wo ich bereits eine gedeckte Ruptur hatte) , keine Blutung, noch minimal leichte Positive Schwangerschaftstests und einen ganzen haufen Angst. Man hört ja schließlich nur das schlimmste über Eileiterschwangerschaften. Jetzt meine Fragen: 1) wie verhalte ich mich nun? Muss ich was beachten? 2) Ist es bis Montag nicht viel zu lang?? 3) Kann es bei einem HCG wert mit 17 zu einem zerreißen des Eileiters kommen, oder es irgendwie gefährlich werden? 4) Muss ich ins Krankenhaus, bzw zum Arzt wenn die Blutung oder aber auch stärkere Schmierblutung einsetzen sollte? 5) kann es sein, dass es sich in der Narbe eingenistet hat und kann dabei im jetzigen Stadium etwas passieren? Entschuldigen sie bitte die vielen Fragen, aber ich habe wirklich Angst, dass mir bis Montag etwas passieren könnte :-S Viele liebe Grüße und herzlichen Dank für Ihre Zeit Ihre Daniela


Dr. med. Vincenzo Bluni

Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo Daniela, hier gibt es keine zu verallgemeinernde Vorgehensweise. Wenn der Verdacht im Raum steht und die Klinik der Patientin (Symptome) es erlauben, werden wir in der Praxis eine Verlaufskontrolle per Ultraschall innerhalb von einigen Tagen und des Hormonwert des durchführen. Sofern der Verdacht konkreter wird, werden wir die Patientin dann immer auch zeitnah in der Frauenklinik bei der zuständigen Oberärztin/Oberarzt vorstellen, zumal diese die für größere klinische Expertise haben. Fakt ist aber, dass wir eben in der Praxis immer früher dazu angehalten werden, eine Schwangerschaft dem Ultraschall nachzuweisen, wenn der Test vielleicht gerade eben erst positiv ist. Das klappt aber dann selbst mit guten Geräten noch nicht und so wird dann genau die beschriebene Diagnostik auf den Weg gebracht, bis klar ist, ob die Schwangerschaft vielleicht nicht doch regulär angelegt ist. Stimmen Sie also bitte das individuelle Vorgehen mit Ihrer Frauenärztin/Frauenarzt un der Frauenklinik ab. VB


chiarasss

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Dazu fällt mir noch ein: Ich hatte an ES+10 einen Blütenweißen 10 er Test, an es+ 11 das erste mal einen Hauch einer Linie. Müsste bei einer Eileiterschwangerschaft nicht der 10er Test eher anschlagen, weil sich das ei eher einnistet? Ich hoffe noch, dass ich eine normale Fehlgeburt habe, daher greife ich nach jedem Strohhalm


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