Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Toxoplasmosegefahr?

Frage: Toxoplasmosegefahr?

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Hallo, ich bin in der 15.SSW. Mein Mann (er kocht bei uns) hat mir innerhalb einer Woche einmal eiskalte Fischstäbchen und einmal eine kalte Bratwurst vorgesetzt. Beide Male waren die Nahrungsmittel zwar in der Pfanne, sind jedoch nicht durchgebraten worden. Nachdem ich feststellte, in welchem Zustand sie waren, habe ich sie ausgespuckt, d.h. nichts davon heruntergeschluckt. Leider bin ich Toxoplasmose-negativ. Meine Frage lautet nun, ob ich schleunigst eine weitere Blutanalyse durchführen lassen sollte - meine FA ist noch bis Sonntag im Urlaub. Herzlichen Dank für Ihre Antwort! Fiammetta


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, das Risiko kann hier zahlenmäßig kaum benanntn werden. Es gilt hier die Empfehlung, wie für alle Frauen ohne ausreichenden Schutz vor einer Toxoplasmose: zeigt sich bei einer Schwangeren zu Beginn der Schwangerschaft, dass sie keinen Schutz vor der Infektion besitzt, sollte die Untersuchung in jedem Fall nach 8-10 Wochen wiederholt werden, um eine zwischenzeitliche Ansteckung auszuschließen und um noch genügend Zeit für eine antibiotische Behandlung zu haben. Für Toxoplasmose-negative Schwangere gilt: Kein Genuss von rohem oder blutigem Fleisch (Beefsteak, Tartar). Kein Kontakt mit Katzenkot und Katzenkistchen (außer mit Gummihandschuhen). Junge Kätzchen meiden (diese scheiden besonders viele Parasiten aus). Bei Gartenarbeit Handschuhe tragen, Hände von Augen, Nase und Mund fernhalten und anschließend gut abwaschen. Sowohl im Garten als auch in Sandkästen von Kindern findet sich häufig Katzenkot. Beim Zubereiten von rohem Fleisch Augen, Nase oder Mund mit den Händen möglichst nicht berühren. Hände anschließend gut abwaschen. Rohes Obst und Gemüse immer gut abwaschen. Katzenhalter: gehen ein erhebliches Risiko ein. Die Katze soll, wenn möglich, nicht draußen jagen gehen. Auch der Katze soll nur gekochtes Fleisch gefüttert werden. Das Katzenkistchen mit heißem Wasser desinfizieren. Eine Impfung oder bewusste Infektion ist nicht möglich. VB


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