Mitglied inaktiv
Ich habe eine Frage wieviel Prozent eigentlich betroffen sind?Sind kinder schon geboren worden behindert wegen dieser Krankheit?Wenn ja auf wieviel Prozent trifft das zu bei 100 geburten?Oder 1000geburten gibt es da Anhaltspunkte?Und kann man diese Krankheit auch durch Gartensalat bekommen?Ich meine alles wäscht man ja ordentlich aber im Garten soll man ja auch nicht wühlen!Und salami habe ich während der ssw auch gegessen muss ich mir jetzt gedanken machen???Ich habe termin beim gyn für sono am 15.Aug und lasse dort ein toxoplasmose screening machen für 25 euro was genau lässt sich damit bestimmen?Ob ich es habe ob mein Kind es hat oder ob ich schon immun bin?
hallo Tallullah, 1. eine schwangere Frau sollte nicht meinen, sie müsste sich mit Bekanntwerden der Schwangerschaft komplett von der Aussenwelt abkapseln, für die kommenden neun MOnate nur noch NASA-Astronautenkost zu sich nehmen, um sich dann nur noch zur Geburt des Kindes rufen zu lassen, da ja da draussen eine Menge potentieller Gefahren vorhanden ist. Leider werden derartige Vorstellungen in zunehmendem Maße durch Veröffentlichungen in allen möglichen Medien und den selbsternannten Expertinnen mehr als geschürt. Und so erleben wir gerade in unserem Land eine gewisse Form der Hysterie im Hinblick auf potentielle Infektionsquellen in der Umwelt. Dieses heißt nicht, dass ich die Bedeutung verharmlosen möchte. 2. Zur Frage der Häufigkeit gibt es in Mitteleuropa erhebliche geographische Unterschiede in der Durchseuchungsrate mit Toxoplasma gondii. In Großbritannien sind zum Beispiel circa 20 Prozent der schwangeren Frauen seropositiv. In Österreich und der Schweiz liegt diese Rate bei 46 bis 53 Prozent und in Frankreich sogar bei bis zu 90 Prozent In Deutschland weisen einzelne Studien darauf hin, dass 26 bis 54 Prozent der schwangeren Frauen eine spezifische Immunität besitzen. Es gibt aber, wie in so vielen Fällen, in Deutschland keine systematischen Erfassungen. Die Zahlen der der während der Schwangerschaft erworbenen Erstinfektion liegen bei 0,5 bis 0,6 Prozent liegt. Etwa 50 Prozent aller Erstinfektionen führen während der Schwangerschaft zu einer angeborenen Infektion des Kindes. Die Häufigkeit pränataler (vorgeburtlicher) Infektionen mit Toxoplasma gondii liegt weltweit zwischen 0,12 und 2 Promille. Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto wahrscheinlicher wird eine Infektion des Kindes, aber desto harmloser sind ihre Folgen: Hier die Zahlen zur Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung des Kindes im zweiten Schwangerschaftsdrittel ca. 30% im dritten Schwangerschaftsdrittel ca. 70% Im Gegensatz dazu die Zahlen zur Wahrscheinlichkeit, dass die Ansteckung schwere Folgen hinterlässt: im zweiten Schwangerschaftsdrittel ca.20% im dritten Schwangerschaftsdrittel ca.1% 3. bezüglich der Frage, worauf beim Genuss bestimmter Lebensmittel in der Schwangerschaft geachtet werden sollte, ist folgendes anzumerken: Im Prinzip kann die schwangere Frau ihren Lebens- und Essgewohnheiten mit gewissen Einschränkungen nachgehen. So wird empfohlen, auf den Genuss bestimmter Lebensmittel zu verzichten, um ein etwaiges Risiko, wie z.B. eine Keimbelastung, zu vermeiden, da sich diese negativ auf das Ungeborene auswirken könnte. Verzichten sollten Sie in der Schwangerschaft z.B. auf: 1.Mett, Tartar, rohes nicht ausreichend gegartes Fleisch, Sushi, Rohwürste, Tee- und Schmierwurst, nicht gekochte Mettwürste, wegen einer möglichen Keimbelastung mit Toxoplasmen. Diese Bakterien können die so genannte Toxoplasmose verursachen. 2.Rohmilchkäse & Rohmilchprodukte wegen einer möglichen Keimbelastung mit Listerien. Diese Bakterien können die Listeriose verursachen. Alle Rohmilch-Käsesorten - aber ganz besonders die Sorten, die während der Herstellung nicht einer Hitzebehandlung unterzogen werden, sind potentielle Listerien-Träger. Der hier oft nachgefragte Mozarella aus Rohmilch gehört danach auch zu diesen Käsesorten. Aber: Nachdem in den 80ern aufgetretenen Fällen von Listeriose in den Molkereien, ist man dazu übergegangen, Mozarella zumeist aus pasteurisierter Milch herzustellen. Im Handel gibt es wohl noch meist als lose Ware durchaus Mozarella aus Rohmilch zu kaufen. Dieser sollte gemieden werden. Meist sind Rohmilchkäse, die im Supermarkt erhältlich sind, entsprechend ausgezeichnet. Unter den entsprechenden Stichworten ist über unsere Suchfunktion schon einiges an weiterführenden Informationen zu finden. Ansonsten sind noch Leberwurst und Leber zu nennen. Diese sind nicht unbedingt empfehlenswert wegen des hohen Vitamin-A-Anteils und der Belastung mit Schwermetallen. Näheres hierzu auch unter dem entsprechenden Stichwort in der Suchfunktion. Wichtig im Hinblick auf die immer wieder genannte Salami ist, dass das Restrisiko einer Keimbelastung sehr gering ist, diese in diesen seltenen Fällen für die Schwangere eine besondere Bedeutung haben und es deshalb letztlich die Frau selbst entscheiden sollte, wie sie mit diesem Restrisiko umgeht. Mir ist bekannt, dass der Verzicht auf den Genuss von Salami seitens einiger Einrichtungen und Publikationen, zu denen auch die DGE gehört, immer wieder empfohlen wird. Persönlich verweise ich hier auf die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes, das hierzu sagt: "Sicher sind auch alle gepökelten Rohdauerwaren, z.B. Rohschinken und Salami." Nachzulesen unter http://www.rki.de/cln_006/nn_225576/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Mbl__Toxoplasmose.html 4. man schaut bei der Laboruntersuchung auf Toxoplasmose immer erst nach dem IgG. Wenn dieses negativ ist, heißt das, die Frau hatte nie eine Auseinandersetzung und hat auch keine Immunität. Dann sollte hier in Abständen von etwa 8-12 Wochen dieses nochmals kontrolliert werden. Ist das IgG positiv, hatte die Frau mal eine Auseinandersetzung. Um hier eine frische Infektion auszuschließen, wird dann das IgM bestimmt. Wenn IgM negativ ist, kann die Frau beruhigt sein; sie hätte Immunität und bräuchte dieses weder in der laufenden, noch in einer zukünftigen Schwangerschaft testen lassen. VB
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