Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Sd

Frage: Sd

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Sehr geehrter Herrr Dr. Bluni ich bin SD Patientin und nehme eferox 125 meine werte sind otimal laut Endo. TSH -0,53 ft3 - 5,08 ft4- 17,4 Ich habe Angst vor Problemen in der Richtung. Und wie oft würden sie Empfehlen das ich mich und meine Sd Werte überprüfen lasse ?? so nun meine Letzte Frage was soll ich in der SS zusätzlich nehmen Folsäuere mit Jod oder ohne ? Danke für ihre Hilfe lg Romy


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, eine feste Vorgabe, wie häufig dieses kontrolliert werden sollte, gibt es nicht. Das richtet sich auch danach, wie gut die Funktion eingestellt ist. Deshalb ist zumindest eine zwischenzeitliche Kontrolle in der Schwangerschaft sinnvoll. die neuesten Empfehlungen sprechen sich dafür aus, dass die Frau (sofern keine Schilddrüsenerkrankung vorliegt) schon mit Kinderwunsch und natürlich während der Schwangerschaft und Stillzeit täglich etwa 100 (–150) μg Jod pro Tag in Tablettenform für die Schwangerschaft und Stillzeit zusätzlich substituiert, unabhängig von der Ernährung oder Einnahme von jodiertem Salz. Bei Verdacht auf eine bestehende Überfunktion bzw. Unterfunktion der Schilddrüse sollte vor jeder Form der Jodsupplementierung eine weiterführende Diagnostik erfolgen. Für den Fall, dass schon Medikamente wegen einer Schilddrüsenerkrankung eingenommen werden, ist es in jedem Fall ratsam, die Jodidsubstitution vorher mit der behandelnden Ärztin/Arzt abzusprechen, denn hier kann es schon mal sein, dass kein zusätzliches Jodid eingenommen werden darf. Die Vorteile einer Jodidsubstitution sind wissenschaftlich in vielen Studien erwiesen: Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Jod. Ein Jodmangel kann sich nicht nur an einer Vergrößerung der Schilddrüse zeigen, sondern kann für die schwangere Frau auch bedeutende Folgen haben. Ein Jodmangel des ungeborenen Kindes beeinträchtigt seine Entwicklung weitreichend. Die Neugeborenen können eine verlängerte Neugeborenengelbsucht zeigen und trinkfaul und bewegungsarm sein. Wenn die Diagnose nicht frühzeitig gestellt wird, kann sich dieses auf die weitere körperliche und neurologische Entwicklung auswirken. Die prophylaktische Einnahme von Folsäure ist schon bei Kinderwunsch bzw. in den ersten 3-4 Monaten der Schwangerschaft ratsam und sinnvoll. Für alle Frauen ohne Risiko (Patientin mit Epilepsiemedikamenten oder Kindern mit einer Neuralrohrfehlbildung, wie einem offenen Rücken) werden 0,4 mg/Tag empfohlen, ansonsten 5 mg. Untersuchungen belegen, dass eine gute Versorgung mit Folsäure in der Frühschwangerschaft das Risiko für Neuralrohrfehlbildungen des Kindes (z.B. offener Rücken ) um bis zu 70% mindert. VB


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