Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Doktor Bluni, ich habe von einer Frau gehört, die schwanger war und dann herausgefunden hat, dass sie an Leukämie, also Blutkrebs erkrankt ist. Meine Frage: Kann die Frau die Therapien wie Chemo oder Bestrahlung und Co durchführen, ohne dass dem Kind Schaden zugefügt wird, oder wird das Ungeborene geschädigt, oder sogar getötet, wenn die Mutter sich einer solchen Behandlung während der Schwangerschaft unterzieht? Und hat das Kind automatisch ebenfalls Leukämie, wenn es auf die Welt kommt? Liebe Grüße Danielle
Liebe Danielle, je, nach Tumorerkrankung, Schwangerschaftsalter und Tumorstadium u. Prognose ist auch in der laufenden Schwangerschaft eine Therapie möglich. Dieses sind aber immer Einzelfallentscheidungen, die am besten in einem großen Zentrum gefällt werden. Das Kind hat aber nicht automatisch auch eine Leukämie. VB
Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Doktor Bluni, Danke für Ihre schnelle Antwort. Gibt es irgendwelche Berücksichtigungen, die bei Durchführung einer solchen Therapie einzuhalten sind? Worauf muss man achten und gibt es ein Restrisiko für das Kind? Liebe Grüße Danielle
Hallo Danielle, zu berücksichtigen sind erstens die gleichen Dinge, wie bei jeder anderen Frau, die nicht schwanger ist und bei der Auswahl der Medikamente ggf. dazu vorliegende Daten für die Schwangerschaft. Ein Restrisiko für das Kind bedingt durch Sekundärfolgen der Chemotherapie werden sich nicht komplett ausschließen lassen. Daher ist es immer eine Abwägung und Einzelfallentscheidung, die eigentlich nur in einem Zentrum mit großer Erfahrung in Rücksprache mit den Eltern getroffen werden kann. VB
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