Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Bluni, dass ich die Nackenfaltenmessung (Gesamtergebnis 1:23) bereits bitter bereue, habe ich Ihnen schon geschrieben. Mein Mann und ich haben uns gegen ein FU entschieden, da der Ultraschall der Nackenfalte mit 2,2 unauffällig war und das Baby zeitgerecht wächst. Meine Frauenärztin hat sich viel Zeit für uns genommen und hat erklärt, dass das Papp-A für mein Alter (25) zu niedrig ist. Das Labor schrieb dazu, dass ich ggf. Schwangerschaftsdiabetis und Bluthochdruck bekommen könnte und das das Baby etwas kleiner zur Welt kommen könnte. Mit all dem könnten wir natürlich leben. Können sich die Blutwerte eigentlich "verbessern" oder bleiben sie niedrig? Meine FÄ schlug vor, in der 15. SSW (bin in der 14. SSW) eine Blutabnahme zweck Erhöhung der Werte was einen offenen Rücken betrifft zu machen. Was bedeutet eigentlich "offener Rücken"? Ausserdem sollen wir die Organdiagnostik machen und ab der 24. SSW soll ich alle 14 Tage zur Vorsorge kommen, damit sie das Baby und mich eng beobachten kann. Ich muss sagen, sie hat uns viel Angst genommen und wir fühlen uns in guten Händen. Was halten Sie von den Vorschlägen? Grüsse, J. Adler
liebe Jessica, zu Ihren Anmerkungen habe ich mich ja schon ganz konkret geäußert. Die Frage ist hier sicher nicht, ob sich diese WErte denn bessern. Denn dieses spielt in dem Fall keine Rolle. Wenn es zu einer solchen Diskrepanz kommt, sollte zu einer Abklärung - z.B. per Amniozentese - geraten werden. Die Ergänzung durch ein anderes, nichtinvasives Verfahren, wird hier nicht empfohlen, wenn wir mal vom differenzierten Ultraschall in der 22. SSW absehen, der dann aber eigentlich nicht 14tägig wiederholt zu werden braucht. Ein Neuralrohrdefekt liegt vor, wenn der knöcherne Schädel oder die Wirbelsäule nicht vollständig geschlossen sind. Diese Verschlussstörungen entstehen sehr früh in der embryonalen Entwicklung (etwa in den ersten 6 Wochen). Die Ursachen für diese Fehlentwicklung sind bislang nicht bekannt. Das Alter der Eltern hat keinen Einfluss auf das Zustandekommen von Neuralrohrdefekten. Am häufigsten (etwa einmal unter 350 Geburten) treten Defekte am Rückenmark bzw. an der Wirbelsäule auf. Sie werden "Spina bifida" (gespaltene Wirbelsäule) oder "offener Rücken" genannt und können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Ein Teil der betroffenen Kinder ist von Geburt an querschnittsgelähmt. Auch Organe wie Blase und Darm können von dieser Lähmung betroffen sein. Die Behinderung "Spina bifida" ist im Sinne einer Krankheit nicht heilbar. VB