Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Ösaphagusatresie???

Frage: Ösaphagusatresie???

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Hallo Herr Dr. Bluni Ich bin in der 35.SSW und war letzte Woche zum Diabetologen, zum Ausschluss SSDiabetes. Ich hatte bei der letzten Vorsorgeuntersuchung relativ viel Fruchtwasser. Der Diabetologe hat mich heute angerufen und mir gesagt das der Verdacht ausgeschlossen ist. Die Werte sind normal. Das relativ zuviele Fruchtwasser muss einen anderen Grund haben!!! Jetzt hab ich mich dummerweise im Internet belesen und gesehen das ein Grund dafür einen sogenannte Ösophagusatresie sein kann! Jetzt bin ich leicht in Panik, da mein Mann mit einer Magenpförtnerstenose zur Welt kam. Diese wurde erst entdeckt als es Wochen später zum Verschluss kam. Meine Frauenärztin ist leider im Urlaub... Ich weiß das sie kein Diagnose stellen können!Aber: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit das unser Sohn diese Erkrankung geerbt hat??? Zuviel Fruchtwasser ist jetzt erst bei der letzten VU aufgefallen und war sonst ok. Hätte ich bei dieser Erkrankung schon länger dieses Problem haben müssen? Hätte meine Ärztin bis jetzt schon sehen müsssen das im US der Magen nicht gefüllt ist??? Ich weiß, alles verrückt machen nutzt nichts...Aber vielleicht haben Sie schon eine Antwort für mich... Vielen Dank für Ihre Antwort


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, sicher hilft Ihnen eine solche Spekulation nicht wirklich weiter und erfahrungsgemäß verunsichern die Informationen aus dem Netz hier auch viele Laien. Viel sinnvoller ist es, sich hier über die Frauenärztin an eine Einrichtung für pränatale Diagnostik überweisen zu lassen, um eben die möglichen Ursachen besser eingrenzen zu können. Eine erhöhte Menge an Fruchtwasser (Polyhydramnion) können wir in 0,13 bis 3,2% aller Schwangerschaften nachweisen. Während in etwa zwei Drittel der Fälle kein genaue Ursache nachzuweisen ist, finden sich im übrigen Drittel vorwiegend diabetische Stoffwechselveränderungen (Schwangerschaftsdiabetes) der Mutter. Einer Erhöhung der Fruchtwassermenge können allerdings auch mal kindliche Fehlbildungen zu Grunde liegen. Aus diesen Gründen ist es sinnvoll, zunächst einen Schwangerschaftsdiabetes auszuschließen und ggf. parallel eine gezielte sonographische Diagnostik, vor allem des Magen-Darm-Traktes, des Zentralnervensystem und der Organsysteme des Feten durchzuführen, wenn eine bedeutende Erhöhung der Fruchtwassermenge vorliegt. VB


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