Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

nochmal alles von vorn

Frage: nochmal alles von vorn

Mitglied inaktiv

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Nach 8 Jahren noch einmal Schwanger von einem neuen Partner, ist eine schwere Angelegenheit. Weis es nun seit einer Woche und alles ich ordentlich durchgesprochen worden. Bei der ersten Schwangerschaft, war ich 24 und bin blauäugig in alles rein gegangen, hatte auch keinerlei beschwerden. Doch diesmal, ist es schon nach einigen Tagen so, dass ich es merke. Kann es sein, dass mein Körper, dadurch dass er es schon einmal erlebt hat, gleich darauf eingeht oder ist das einfach nur ein Zufall. Habe mir mal sagen lassen, die zweite Schwangerschaft soll schwerer sein, doch die Geburt meist leichter. Habe dazu noch jetzt schon Übergewicht und mache mir gedanken, dass ich zu viel zu nehmen könnte. Und noch ein ganz heikles Thema ist das Rauchen. Was ist das beste, sofort aufgeben, trotzt allen Schwierigkeiten? Es langsam versuchen, dass man es in ungefähr zwei wochen runter schraubt oder was ist das beste? Aufhören will ich von meinem Gewissen her auf jeden Fall. Aber wie das so ist, erzählt einem wieder jeder was anderes. Gehen einem bei der zweiten Schwangerschaft halt viel mehr Dinge durch den Kopf, da man weiss, was auf einen zukommt. Hoffe das ist jetzt nicht alles zu viel gewesen.


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, sicher kann jede Schwangerschaft für sich genommen individuell verlaufen mit zum Teil völlig unterschiedlichen Symptomen. Das ist nicht ungewöhnlich. Wenn schon ein Kind spontan geboren wurde, ist die folgende Geburt meist schneller und einfacher vom Verlauf her, wenn die letzte Schwangerschaft nicht zu lange her ist. Das Anliegen, das Rauchen entweder ganz aufzugeben oder zumindest auf ein Minimum zu reduzieren, ist sehr ehrenhaft und aus medizinischer Sicht kann man sich über jede Schwangere freuen, die es schafft, die Schwangerschaft ohne Zigaretten zu überstehen. Dennoch sind wir uns bewusst, dass dieses erstens nicht immer so klappt und dass man in einigen Fällen schon froh sein muss, die Frau dazu gebracht zu haben, die Menge der Zigaretten deutlich zu reduzieren. Das Rauchen sollte in jedem Fall und zwar sofort während der Schwangerschaft unterbleiben. Es sind hier auch keine Entzugssymptome zu erwarten. Das Umsteigen auf "leichte Zigaretten" ist nichts anderes, als ein Werbetrick: denn die enthalten die gleiche Menge an krebserregenden Substanzen und richten nicht weniger Schaden an, als die anderen! Das Rauchen führt zwar nicht zu irgendwelchen Fehl- oder Missbildungen, dennoch sind die meist nicht so sichtbaren Folgen für die Kinder nicht zu vernachlässigen oder zu verharmlosen: Die folgenden Probleme können bei Kindern auftreten, deren Mütter in der Schwangerschaft rauchen: Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität. Die Gefahr, dass Kinder aggressives Verhalten entwickeln, ist dann dreifach erhöht, wenn ihre Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben. Die Kinder entwickeln viermal so häufig das Zappelphilipp-Syndrom wie die von nichtrauchenden Frauen. Untersuchungen belegen auch, dass Kinder rauchender Mütter bis zu viermal häufiger Verhaltensauffälligkeiten, wie Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität zeigen. Hinzukommt, dass die Kinder einen niedrigeren Intelligenzquotienten haben. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft rauchen, haben ein um 30 Prozent erhöhtes Risiko, im Jugendalter an Asthma zu erkranken Werdende Mütter, die rauchen, setzen außer der Gesundheit auch die Intelligenz ihres Nachwuchses aufs Spiel, Frauen, die während der Schwangerschaft mehr als eine Schachtel Zigaretten täglich rauchen, erhöhen das Risiko, dass ihr Baby später an "Plötzlichem Kindstod" stirbt, um mindestens das Siebenfache. Säuglinge von Nichtraucherinnen wiegen bei der Geburt durchschnittlich 3.493 Gramm. Kinder von Frauen, die täglich mehr als 20 Zigaretten rauchen wiegen nur 3.216 Gramm. Die Frühgeburtlichkeit mit allen Folgen ist bei Raucherinnen bekanntermaßen viel häufiger anzutreffen. Insgesamt drei krebserregende Substanzen Karzinogene, die im Tabakrauch enthalten sind, haben die Wissenschaftler auch im Blut ungeborener Kinder nachgewiesen. Etwaige Folgen - z.B. für Krebserkrankungen im Kindesalter - sind bisher noch nicht abzusehen. Neuere Studien zeigen aber bei Kindern von Raucherinnen eine gehäufte Rate an Leukämie im Kindesalter. Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft geraucht haben, zeigen häufiger Konzentrationsschwächen und Sprachstörungen. VB


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