Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Bluni (und alle anderen), ich hatte ja schon mal eine Frage gestellt. Also, mein Bort war in der (rechnerisch gesehen) 11. SSW. Die kindliche Entwicklung hat in der 5. SSW nachweislich aufgehört. Im US war nie ein KInd oder ein Dottersack oder gar ein Herzschlag zu sehen. NUr die Fruchthülle, die eine Größe entsprechend der 5. SSW hatte. In der 1.. Woche setzten also bei mir die Blutungen ein. Im Krankenhaus hatte ich eine AS. Das Abortmaterial wurde untersucht und im Bericht stand, das es sich um eine Plazentainsuffizienz handle, die womöglich durch eine chromosomale Störung/Chromosomenanomalie hervorgerufen wurde. Nun noch mal eine Frage dazu. Sie sagten, dass die Plazenta erst nach der 12. Woche vorhanden ist. Wie kann es also sein, dass bei mir eine Plazenta untersucht wurde, obwohl ich doch gar keine hatte? Kann es sein, dass das Kind schon 2 Wochen älter war, ich also in der 13. Woche war, und sich die Plazenta trotz nichtwachsenden Kind aufgebaut hat? Kann man eine Plazentainsuffiezienz behandeln? Und wenn ja wie? Kann es noch mal zu einem Abort aufgrund diesen Defekts kommen? Wie hoch stehen das Risiko bei solch einer Diagnose, dass ich noch einmal eine Fehlgeburt erleide? Danke
hallo, auf diese Frage hatte ich ja bereits ausführlich geantwortet. Hinzufügen kann ich noch folgendes: sicher kann es sein, wenn die Schwangerschaft älter war, als im Ultraschall nachweisbar, dass Plazentagewebe in der Feinaufarbeitung nachweisbar ist und für eine frühe Fehlgeburt ist diese Beschreibung der Plazenta und des genetischen Zustandes nicht ungewöhnlich, ohne, dass dieses nach einer oder zwei Fehlgeburten zwangsläufig eine Bedeutung für eine weitere Schwangerschaft hätte. Ob nach ein oder zwei frühen Fehlgeburten gleich eine genetische Untersuchung der Eltern erfolgend sollte, ist immer vor Ort zu besprechen. Plazentainsuffizienz bedeutet, dass der Mutterkuchen so verändert ist, , daß er nicht mehr in der Lage ist, das Baby ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Dieser Zustand kann sich langsam verschlechtern (chronische Plazentainsuffizienz, z.B. durch verminderte Durchblutung, Strukturveränderungen oder Verstopfung von Blutgefäßen) oder plötzlich auftreten (akute Plazentalösung, z.B. bei vorzeitiger Ablösung des Mutterkuchens von der Gebärmutterwand). Gehäuft findet man diese bei Mehrlingsschwangerschaften; Gestose oder Diabetes der Mutter; untergewichtigen, schlecht ernährten oder rauchenden Müttern; vorausgegangenen Fruchtbarkeitsstörungen; fieberhaften Infektionen; Blutungen oder Frühgeburtsneigungen während der Schwangerschaft; sowie bei Übertragung des Kindes. VB