Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Bluni! So langsam neigt sich die Schwangerschaft dem Ende und mein Körper ist völlig mit Wasser aufgepumpt :-( Eiweiß und hoher Blutdruck liegen aber glücklicherweise nicht vor... Die Wassereinlagerungen in den Händen sind so schlimm, dass ich nachts wach werde und die Hände nicht mehr bewegen kann. Ich gehe mal davon aus, dass das Wasser auf die Nervenbahnen drückt. In den Füßen und Schienbeinen sieht es ähnlich aus (leider kann ich keine normalen Schuhe mehr tragen, nur noch Biolatschen), aber sobald man diese berührt, tritt ein brennender Druckschmerz auf. Muss ich mir hier evtl. Sorgen um Thrombose machen, oder liegt es daran, dass das Wasser auf die Venen drückt? Im voraus ganz lieben Dank für Ihre Antwort und ein schönes Wochenende! Viele Grüße, Nicole
liebe Nicole, in ausgeprägten Fällen wird durch das Wasser im Gewebe ein Druck auf die Nerven ausgeübt, was solche Beschwerden verursachen kann. Eine Entzündung entsteht dabei nicht. Inwiefern hier für Ihren persönlichen Einzelfall andere Dinge für die Beschwerden ursächlich sind, kann sicher Ihre behandelnde Frauenärztin/Frauenarzt im Rahmen einer Untersuchung klären. Es wird angenommen, dass die Ödeme Ausdruck einer gestörten Nierenfunktion sind, in deren Folge es zur Ansammlung von Natrium kommt und somit zur Wassereinlagerung im Gewebe außerhalb der Zellen, was dann zur Gewichtszunahme führt. Wenn kein Bluthochdruck oder eine Eiweißausscheidung vorliegen, dann stellen die alleinigen Oedeme keinen Risikofaktor dar. Die Beine sollten möglichst -wenn möglich - häufig hochgelagert werden. Wechselduschen und Schwimmen sind hier sicher sinnvoll, da durch den hydrostatischen Druck des Wassers die Ödeme zurückgedrängt werden können. Die Erfahrungen haben gezeigt, daß eine gute, ausgewogene Ernährung mit eiweißreicher, kalorienreicher und keineswegs salzarmer Kost, einen positiven Einfluß auf den Verlauf der Schwangerschaft hat und das Auftreten einer Gestose in vielen Fällen zu verhindern oder zu lindern hilft. Selbst bei schon bestehenden Beschwerden, vor allem Ödemen, können diese erheblich gemindert werden. Nicht unerwähnt bleiben, sollten Möglichkeiten der Akupunktur, mit der man diese Oedeme sehr effektiv behandeln kann. Die bisher übliche Behandlung mit Reis-/Obsttagen, salzarmer und flüssigkeitsreduzierter Kost sollte von jeder werdenden Mutter strikt abgelehnt werden, da sie nicht hilft und die Erkrankung sogar noch verschlimmern kann. Entwässerungsmittel dürfen schon seit 1986 nicht mehr eingesetzt werden, auch pflanzliche Entwässerungsmittel, wie zum Beispiel Brennesseltee usw., sollten nicht statt dessen benutzt werden. VB
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