Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Nackenfaltentransparenz

Frage: Nackenfaltentransparenz

Mitglied inaktiv

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ch habe mal eine Frage zur Nackenfaltentransparenz: ist es grundsätzlich so, dass die Nackenfaltendichte bei älteren Frauen höher ist als bei jüngeren (auch wenn alles in Ordnung ist), oder hat das mit dem Alter nur insoweit zu tun, dass eben die Wahrscheinlichkeit einer Chromosomenstörung generell höher ist? Danke für die Antwort. Grüße Maya


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Maya, mit dem Alter der Frau hängt die Ausdehnung sicher nicht zusammen: Die Nackentransparenz (nuchal translucency, NT) resultiert aus einer subkutanen Flüssigkeitsansammlung im Bereich des fetalen Nackens, welche bei nahezu allen Feten sonographisch darstellbar ist. Die Nackentransparenz ist eine physiologische Erscheinung im Bereich des Nackens, die man per Ultraschall darstellen kann, und die in Abhängigkeit der Ausdehnung in Bezug auf das Schwangerschaftsalter und das Alter der Mutter(Tabelle wird hier demnächst zur Verfügung gestellt) einen Hinweis auf eine genetische Störung des Kindes, zum Beispiel eine Trisomie 21 (Down-Syndrom) geben kann oder auch ein Hinweis auf eine Missbildung im Bereich des Herzens oder einer Missbildung anderer Natur sein. VB


Mitglied inaktiv

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Hallo, das Zweite stimmt: Die Gefahr einer Chromosomen-Anomalie ist ab 35 Jahren deutlich höher. Das individuelle Risiko ermittelt man aber nicht allein durch die Nackentransparenz-Messung (die der normale Gyn nicht exakt vornehmen kann, sondern nur ein Spezialist mit Zusatzausbildung und hochauflösendem US-Gerät). Sondern es kommt noch eine Blutabnahme (bei der bestimmte Eiweißwerte ermittelt werden) sowie das Alter der Frau mit in die Rechnung. Das Ganze nennt man Ersttrimester-Screening. Man braucht dafür eine Überweisung in eine Spezialpraxis. Aus diesen drei Faktoren errechnet man eine Wahrscheinlichkeit (z.B. 1:2000). Ist dieser Wert sehr schlecht für das jeweilige Alter, rät man zu weitergehender Diagnostik (z.B. Fruchtwasser-Untersuchung). Grüßle, Mimi (die kürzlich mit 39 ihr zweites gesundes Kind bekommen hat - ganz ohne Esttrimester-Screening und FW-Untersuchung).


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