Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Bluni, ich hatte hier schon einmal gepostet wg. meines Hautproblems. Ich habe einen sog. Schwangerschaftsjuckreiz und manchmal liegen meine Nerven echt blank, vor allem, wenn ich nachts 2 Stunden wach liege und nur mit Kratzen beschäftigt bin (Ameisenkrabbeln am ganzen Körper). Da mein FA letzte Woche Urlaub hatte, ging ich in unsere Stadtapotheke und fragte den Apotheker, ob er denn kein Mittelchen gegen den Juckreiz hätte. Er gab mir Tropfen namens FENISTIL. Ich nahm sie dann mal abends ein und hatte wirklich (vielleicht hab ich es mir auch nur eingebildet) um einiges besser geschlafen. Nun meine Frage: Kann ich diese Tropfen nach Bedarf wirklich unbedenklich einnehmen, wie der Apotheker meinte?? Oder Schaden sie dem Baby (komme am Mittwoch in die 35. SSW). Auf der Packungsbeilage steht: "Obwohl entsprechende Studien keine Hinweise auf eine Schädigung der Leibesfruch ergeben haben, raten wir aus Gründen der Sicherheit von der Verwendung des Präparats in der Schwangerschaft ab". Ich glaube, die Tropfen wären für mich eine große Hilfe. Bin auch Ihre Antwort gespannt. Vielen Dank. PIA
hallo, zunächst mal ist für die Therapie immer ein Arzt und nicht ein Apotheker zuständig. Wenn die Frau über starken Juckreiz klagt, wäre abzuklären, woran das denn liegt. Daran orientiert sich die Therapie, die der Frauen- oder Hautarzt durchführen wird! es gibt in der Schwangerschaft eine recht hohe Anzahl, unspezifischer Hautveränderungen, in unterschiedlichster Ausprägung, die in der Regel nur symptomatisch behandelt werden und auf das Kind keinen Einfluss haben. Und die Psyche kann hier sicher eine Rolle spielen. In einigen Fällen können bestimmte Hauterscheinungen aber schon typische, schwangerschaftsbedingte Ursache haben. Dieses würde der Hautarzt/ärztin oder der Frauenarzt/ Frauenärztin dann sicherlich erkennen. Ein Juckreiz in der Schwangerschaft ohne erkennbare Ursache außer der Gravidität selbst wird in unterschiedlicher Intensität bei 20% der Schwangeren beobachtet. Er beginnt nicht selten im 3. Monat, um sich dann langsam bis zum Ende der Schwangerschaft zu steigern, meistens auf das Abdomen (Bauch) beschränkt. Hiervon ist auf jeden Fall abzugrenzen ein Juckreiz, der auf eine schwangerschaftsspezifische (Haut)erkrankung oder eine allgemeine, nicht schwangerschaftsspezifische Hauterkrankung zurückzuführen ist. Deren gibt es zahlreiche, wobei man dies von hier aus natürlich nicht beurteilen kann, sondern das kann nur der Frauenarzt/Frauenärztin bzw. der Hautarzt. In einigen Fällen muss man hier auch bestimmte Blutwerte der Leber bestimmen. Sofern man keine klinischen Ursachen findet kann man folgendes empfehlen bei trockener, juckender Haut: Die Haut sollte möglichst vor Austrocknung geschützt werden. Dabei hilft das Duschen, auch mal ohne Seife oder mit einer milden Waschlotion. Die Haut sollte gerade nach einem Bad oder Dusche am besten mit einer Feuchtigkeitslotion eingerieben werden, um sie vor Austrocknung zu schützen. VB
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