Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Bluni, ich hatte in diesem Jahr bereits 2 Fehlgeburten in jeweil sder 9. SSW, wünsche mir aber sehnlichst ein Kind. Mein Partner und ich waren vor Kurzem bei der genetischen Untersuchung. Hier hat sich herausgestellt, dass bei uns beiden genetisch alle normal ist, es wurde uns aber empfohlen, bei einer nächsten Schwangerschaft gering dosiertes Aspirin gegen Durchblutungsstörungen einzunehmen. Ich soll nächste Woche meine Regel bekommen, fühle aber irgendwie, dass sich in meinem Unterleib etwas tut. Bei meinen beiden vorigen Schwangerschaften, habe ich es auch bereits vor dem Schwangerschafts-Test gemerkt. Das kann natürlich auch aufgrund des großen Wunsches Einbildung sein oder das Zwicken ist ein Vorbote der Regel. Trotzdem, egal ob jetzt oder später, möchte ich von Anfang an das Richtige tun, um die Schwangerschaft zu erhalten. Was halten Sie von einer Unterstützung der Gelbkörperhormonproduktion. Muss ich hier vorher getestet werden oder kann mir mein Arzt das einfach verschreiben? Was kann ich noch tun? Vielleicht können Sie mir ein paar Tipps geben. Vielen Dank und Grüße Simone
liebe Simone, 1. die häufigste Ursache für eine frühe Fehlgeburt sind genetische Störungen, dann folgen anatomische Ursachen, Infektionen und Medikamente . Auch können sowohl Gerinnungsstörungen als auch immunologische Ursachen eine Rolle spielen. Wenn sich Fehlgeburten häufen (mehr als drei mal hintereinander), sollte man eine weiterführende Diagnostik empfehlen und hierzu gehört neben der Untersuchung der Frau, der Genetik der Eltern ggf. auch die Suche nach den oben genannten Blutgerinnungsstörungen, die häufig unerkannt bleiben, aber dennoch in einer nicht unerheblichen Zahl die Ursache für wiederholte Fehlgeburten und Probleme in der Schwangerschaft sind. Prophylaktisch kann man nicht immer vorbeugen, da z.B. bei einer genetischen Ursache hier eine Art natürlicher Ausleseprozess abläuft. Es ist eben ein normaler Vorgang, daß mache Frauen erst ein oder zwei Fehlgeburten haben, bevor eine sich intakte Schwangerschaft entwickelt. 2. Für die rein prophylaktische Gabe von Aspirin in der Situation, um einer frühen Fehlgeburt vorzubeugen gibt es ebenso wenig validierte Studien wie es dass bei der Prophylaxe mit einem Gelbkörperhormon gibt. VB