Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

kritische Phase

Frage: kritische Phase

Mitglied inaktiv

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Hallo Dr., ich befinde mich jetzt in der Mitte der 11. SSW. Leider macht meine Psyche zur Zeit nicht so mit, wie ich es gerne hätte. Ich habe zur Zeit hin und wieder richtige Panikattacken vor einer Fehlgeburt. Das kommt allerdings auch daher, dass ich vielleicht zuviel darüber lese. Können Sie mir sagen, ob ich noch gefährdet bin oder ob ich guter Hoffnung sein kann? Die Schwangerschaft verläuft bisher komplikationslos. Ich hatte in der 8. SSW eine sehr leichte Blutung, die aber lt. meinem Gynäkologen auf eine Dehnung der Gebärmutterbänder zurückzuführen war. Für eine kurze Rückmeldung würde ich mich freuen. Vielen Dank. Herzlichen Grüße Ciciotella


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, das Phänomen, dass die Schwangeren in den heutigen Tagen zuviel lesen und insbesondere negative Dinge, ist bestens bekannt. Leider werden hiermit mehr Ängste erzeugt, als einem lieb sein kann. Die angesprochene "Ungewissheit" besteht für alle Schwangeren während der Zeit, in der nicht untersucht wird und diese Restunsicherheit wird sich nicht vermeiden lassen. Es gibt keine konkreten subjektiven Hinweise (mal von Blutungen und vorzeitige Wehen abgesehen), die einem zeigen, dass es dem Kind nicht gut geht. Hier sollte die Schwangere sich auf die Untersuchungsbefunde verlassen und davon ausgehen, dass wenn sie in Ordnung sind, es dem Kind wohl auch in dem folgenden Intervall gut gehen wird. Darüber hinaus ist es ein nicht ungewöhnlicher Vorgang, dass manche Frauen erst ein oder zwei Fehlgeburten haben oder zwischendurch eine Schwangerschaft austragen, bevor eine sich dann (wieder) ein intakte Schwangerschaft entwickelt. Die Wahrscheinlichkeit eines positiven Verlaufes nach einer Fehlgeburt liegt aber bei etwa 85-90%! Nach der vollendeten 6. SSW ist das Fehlgeburtsrisiko so in etwa bei 12% und nach der vollendeten 12. SSW nur noch bei etwa 4%. Bei unauffälligem Verlauf der Schwangerschaft kann die Frau deshalb beruhigt sein und sollte bei etwaigen Ängsten mit ihrem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin zu sprechen, der/die ihr diese dann sicher nehmen kann. Bestehen erhebliche Ängste oder gar Panikattacken, sollte ggf. ein Psychotherapeut hinzugezogen werden. VB VB


Mitglied inaktiv

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Hallo, die ersten kritischten Wochen sind ab 12+0 vorbei;danach geht es prozentual bergab... Mach dich nicht verrückt,wird schon alles klappen *daumendrück* LG NAdja


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