Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Köpfchen nicht im Becken - 40. ssw

Frage: Köpfchen nicht im Becken - 40. ssw

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Hallo Dr. Bluni, bei meiner letzten Untersuchung beim FA am 16.11.2004 wurde mir mitgeteilt, daß er Komplikationen bei der Geburt (vorraussichtl. ET 24.11) befürchtet, da der Kopf des Babys sich nicht ins Becken senkt. Bei den 3 letzten Terminen seit 01.11. wurden mehrere Kontraktionen während des CTG aufgezeichnet (hatte auch schon länger Stechen+Druck im Vaginabereich + oft harten Bauch). Jedesmal dachte er, es tut sich was, aber auch Mumu blieb unverändert verschlossen, Gebärmutter-hals 3,5 mm. Kann man feststellen, ob das Becken zu klein ist bzw. woran die ausbeleibende Senkung liegt (evtl. durch Nabelschnur bzw. Fruchtwasser)? Nächster Termin beim FA ist für 23.11. vereinbart + dann soll evtl. Empfehlung für Kaiserschnitt gegeben werden. Ist eine natürliche Entbindung (auch ohne vorherige Senkung) noch möglich? Können die "vergeblichen" Kontraktionen dem Baby schaden (Herztöne z.T. 180 + darüber + heftige Kindsbewegungen). Außerdem besteht Terminunklarheit über letzte Periode, errechneter ET laut US, daher bin ich besorgt, ob Kind evtl. schon nicht mehr richtig versorgt wird (letzter US vor 3 Wochen). Und wie verhalte ich mich bei einem Blasensprung (wegen Gefahr des Nabelschnurvorfalls) - habe auch noch B-Streptokokken-Infektion, die mit Antibiose während Geburt behandelt werden soll. Sorry für die vielen Fragen auf einmal, aber ich bin wirklich sehr besorgt (1. Kind). Für baldige Antworten wäre ich sehr dankbar


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, natürlich ist die beschrieben Unsicherheit der werdenden Mutter in der genannten Situation nur zu gut zu verstehen. Wenn der Kopf zum Ende der Schwangerschaft noch nicht ins Becken getreten ist, wäre dieses alleine noch kein Beweis dafür, dass ein so genanntes Missverhältnis zwischen kindlichem Kopf und mütterlichem Beckeneingang besteht. Sofern hier zum Entbindungstermin hin der Verdacht auf ein solches Missverhältnis besteht, ist dieses aus den Ultraschallbefunden und den klinischen Untersuchungsbefund abzuleiten. In dieser Situation ist es natürlich immer sinnvoll, die Entbindungsklinik in der Beurteilung miteinzubeziehen, um das für die Frau sinnvollste Vorgehen für die Geburt zu besprechen. Allerdings ist es doch meist so, dass das Köpfchen eben erst unter der regelmäßigen Wehentätigkeit in das Becken eintritt! Die Schwangere braucht nach einem Blasensprung nicht generell zu liegen oder muss sich gar generell per Liegendtransport in die Klinik begeben. Es sei denn, der Frauenarzt oder Frauenärztin vor Ort würde hier eine entsprechende Empfehlung aussprechen. Jedoch sollte die Frau nicht erst 12 Stunden warten, bis sie sich in die Klinik begibt, sondern sollte sich unmittelbar nach Blasensprung dort melden. Was die Frage nach einem generellen Liegendtransport bei Blasensprung angeht, kann ich dazu folgendes sagen: es ist sicher ein wenig verwunderlich, von wem denn eine solche Empfehlung ausgesprochen wird. Von der überwiegenden Mehrzahl der Frauenärzte in Klinik und Praxis scheint dies nicht zu stammen. Die allgemeine Empfehlung an die Schwangere, deren Fruchtblase zuhause springt, ist, sich kurzfristig in die Klinik zu begeben. Und dies geschieht in aller Regel per PKW, was auch sicher für die allermeisten Schwangeren ausreicht. Die Statistiken besagen, dass ein Nabelschnurvorfall bei 0,3-07% der Schwangeren vorkommt= 3-7 Nabelschnurvorfälle pro 1000 Schwangere; bei Beckenendlage und Querlage etwas häufiger. (Pschyrembel: Praktische Geburtshilfe). Das würde bedeuten, dass man in ca. 990 Fällen einen Krankenwagen (Transportkosten ca. 300-500 Euro) bestellt, obwohl dieser gar nicht notwendig ist. In Anbetracht dieser Zahlen und der nicht gegebenen ärztlichen Empfehlung, sich generell bei einem Blasensprung per Krankenwagen in die Entbindungsklinik zu begeben, würde ich eine solche Empfehlung nicht generell aussprechen. Ich bin mir natürlich bewusst, was ein Nabelschnurvorfall bedeutet und was für Konsequenzen dies hat. Aber: hier gibt es sicher Ausnahmen, die völlig berechtigt erscheinen, nach Blasensprung der Schwangeren einen Liegendtransport nahe zu legen. Das wären zum Beispiel eine Beckenendlage, Querlage, bekanntermaßen noch hoch liegendes Kind oder wenn der behandelnde Frauenarzt oder Frauenärztin dieses für die jeweilige Schwangere für ratsam hält. VB


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Hallo! Keine Panik! Mein Sohn rutschte erst unter der Geburt ins Becken ( genaugenommen, nachdem die Fruchtblase göffnet wurde) und das, obwohl es mein 2.Kind war. Auch meine Tochter ( 1. geburt), fühlte sich bis zum Schluß oberhalb des Beckens wohler. Beides waren Spontangeburten und von einem Kaiserschnitt aus diesem Grund war nie die Rede. Falls es also zum Blasensprung kommen sollte, sofort hinlegen und die feuerwehr ( Rettungsdienst) rufen und denen auch unbedingt sagen, das der Kopf nicht fest im Becken ist, damit sie Dich liegend ( auch zum Auto) Transportieren, auf garkeinen fall selber hinfahren, laufen oder sitzen. Falls Du dann allein bist und das Telefon weiter weg, auf allen vieren vorwärtsbewegen und das Becken möglichst hoch halten. Dürfte zwar urkomisch aussehen, schützt aber vor einem Nabelschnurvorfall der fürs baby lebensgefährlich ist, weil die Sauerstoffversorgung abgeschnitten wird, wenn die Nabelschnur sich einklemmt. Hast Du eine Hebamme? Sie hat genug Erfahrung um zu beurteilen, wie es dem Kind geht. Wünsch Dir noch ne schöne Rest-SS und eine schöne Geburt. LG Susi


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