Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

keine zeitgerechte Entwicklung

Frage: keine zeitgerechte Entwicklung

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Guten Tag, Ich bin rechnerisch in der SSW 9+0. Heute war ich beim 1. Screening. Da hat mein FA eine SSL festgestellt die 8 + 1 oder 2 entspricht. Er meinte der Eisprung könnte auch später gewesen sein, was bei mir auch hinkommen würde, da ich meistens einen Zyklus von 30 - 34 Tagen hatte. Zurückgestufen wollte er mich nicht, da ich so ja noch länger Mutterschutzurlaub haben würde. Er sagte er würde aber einen Vermerk im Mutterpass machen, dass man beim Geburtstermin bescheid wüsste, dass es evtl. noch eine Woche länger dauern könnte. Im ganzen sagte er, es wäre alles in Ordnung. Das was mich jetzt jedoch Sorgen macht, ist das er im Mutterpass bei zeitgerechte Entwicklung "nein" angekreuzt hat, was ich erst nach dem Termin gesehen habe. Ich frage mich nun, warum er das gemacht hat. Wenn er davon ausgeht dass der Eisprung auch später gewesen sein könnte, müsste die Schwangerschaft doch trotzdem zeitgerecht sein. Was bedeutet es wenn die Entwicklung nicht zeitgerecht ist? Über eine Antwort würde ich mich freuen.


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, unabhängig von den Angaben der Schwangeren hinsichtlich Datum der letzten Regel oder vom vermeintlichen Termin der Befruchtung berechnet immer noch der frühe Ultraschall das Schwangerschaftsalter und den Entbindungstermin am genauesten. Und so kommt es recht häufig vor, dass dadurch, dass er Zyklus etwas unregelmäßig war, der Eisprung früher oder später eintrat oder die Schwangerschaft einfach etwas jünger/älter ist, als erwartet und man deshalb in der frühen Schwangerschaft eine Korrektur des Schwangerschaftsalters vornehmen muss. Das kann dazu führen, dass sich im Ultraschall weniger oder mehr sieht, als man vielleicht erwarten würde. In den wohl meisten Fällen kann man hier aber bei gewissen Abweichungen beruhigen, auch wenn man manchmal erst noch eine zusätzliche Kontrolle per Ultraschall durchführen muss und ggf. das Schwangerschaftshormon HCG im Verlauf kontrollieren wird. Deshalb ist eine Terminkorrektur in der Frühschwangerschaft die ersten 3-4 Monate ein häufiger und nicht ungewöhnlicher Vorgang. Hiervon sind dann frühe Wachstumsminderungen / Retardierungen zu unterscheiden, die allerdings schon eine Bedeutung in dem Sinne haben, als dass Sie ein Hinweis auf ein Störung oder einen nicht regulären Verlauf sein könnten. VB


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