Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Bluni, ich bin in der 5. Woche schwanger und habe aber starken Heuschnupfen. In der Apotheke hat man mir gesagt, dass es eigentlich keine Medikamente gibt, die man wärend der Schwangerschaft einnehmen darf. Doch sie haben mir Tropfen gegeben (Heuschnupfen DHU), Inhalt: Luffa operculata Dil D4, Galphinia glauca Dil D3, Cardiospermum Dil D3 und 22 Vol % Alkohol. Ich habe in der Beilage gelesen, dass man das wegen Alkohol nicht in der Schwangerschaft einnehmen darf. Stimmt es? Was kann ich denn einnehmen oder machen? Bei akutem Heuschnupfen müsste ich von den Tropfen 5-10 Tropfen 12x am Tag nehmen. Vielleicht gibt es doch andere Mittel, die ich einnehmen kann? Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus. Freundliche Grüße Elena
liebe Elena, 1. sicher sollte grundsätzlich auf Alkohol und derartige, alkoholhaltige Tropfen verzichtet werden. Jedoch kann es im Einzelfall sicher abgewogen werden, dieses zu veranlassen. Auch, wenn es keine Schwellendosis für Alkohol gibt, ist es sicher fraglich, ob hierdurch Folgen zu erwarten sind. 2. in der Schwangerschaft können bei Heuschnupfen die meisten Antihistaminika bedenkenlos angewandt werden, insbesondere inhalative Präparate, die Cromoglicinsäure enthalten. Diese Substanz wirkt überwiegend lokal und zeigt kein erhöhtes Risiko für teratogene Schäden. Neben den inhalativen Substanzen können Sie selbstverständlich auch Augen- oder Nasentropfen anwenden. Die Antihistaminika dürfen also zur Behandlung allergischer Erkrankungen, als Mittel gegen Schwangerschaftserbrechen und auch als Schlafmittel eingesetzt werden. Falls Kortikoide erforderlich sind, empfiehlt sich hier ebenfalls die inhalative Gabe wegen der wesentlich geringeren systemischen Wirkung. Die besten Erfahrungen liegen für Sprays vor, die Budesonid enthalten. Bei Orientierung an die Dosierungen kann man auch mit einer Langzeitmedikation keinen Schaden anrichten. Bei den Antihistaminika ist die Gabe von Terfenadin erst im zweiten Schwangerschaftsdrittel erlaubt, weil dann die Organbildung abgeschlossen ist. Die sog. Betamimetika z.B. Sultanol, Berotec, Bronchospasmin oder Bricanyl sind ebenfalls gut erprobt. Sie lösen die Verkrampfung der Bronchialschleimhaut . Bei Asthma-Symptomen kann man auch Prednisolon geben, weil es nur zu 10-20 Prozent über die Placenta auf den Feten übergeht. VB
Mitglied inaktiv
hallo,weiss genau wie du dich fühlst. ich hatte das auch schon,heuschnupfen und schwanger. bei mir hat calzium sandoz ganz gut geholfen und das darfst du auch in der ss. wünsch dir alles gute gruss rayane
Mitglied inaktiv
Vielen Dank für die Antwort! werde mal ausprobieren!!
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