Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Bluni, ich habe mal 2 Fragen: 1) mein Gesicht sieht aus wie bei einem pubertierenden Teenager und nun ist die Haut um den Mund auch noch ganz dunkel geworden. Sind das vorübergehende Erscheinungen? Wann geht das wieder weg? 2) Ich habe an der rechten Hand das Kapillarsyndrom und meine FÄ hat gesagt, dass man da nicht viel machen kann. Ich lasse nun im KKH Akupunktur dagegen machen, bislang allerdings erfolglos.Nun habe ich gehört, dass die Hand so taub bleibt, wenn man dies nicht schnell genug operativ behebt. Entspricht das den Tatsachen? Wenn das so weiter geht, ist mein Körper bis zur Geburt in 4 Wochen ein Wrack! Ich bekomme langsam die Krise hier!
liebe Sandra, 1. im Gefolge einer Schwangerschaft kann es durch die hormonellen VEränderungen auch zu einer leichten Aknebildung kommen mit einer fettigeren oder sehr trockenen Haut und/oder leichten Pickelbildung. Die Empfehlung wäre hier z.B, die Haut am Abend mit einem Gesichtswasser oder einer sanften Reinigungsmilch/lotion zu reinigen. Sofern die Haut sehr fettig ist, kann sie unter Anwendung leicht alkoholhaltiger Produkte gereinigt werden, so dass der überschüssige Talg aufgenommen wird. Sofern kleinere Pickel vorhanden sind, kann man hiergegen ein wöchentliches Peeling benutzen und damit die Hornschuppen abrubbeln. Die Haut sollte anschließend mit einer Pflegecreme behandelt werden. 2.diese verstärkten Pigmentierungen der Haut, die im Sommer intensiver sind als im Winter, werden als Chloasma bezeichnet. Derartige, fleckige Braunfärbungen der Gesichtshaut sind harmlos und müssen daher aus medizinischer Sicht nicht unbedingt behandelt werden. Aus ästhetischen Gründen wünschen aber viele Frauen eine Beseitigung der störenden Verfärbungen. Die Behandlung dieser Pigmentierungen ist sicher nicht einfach. Sie kann über Fruchtsäurepeelings durch einen erfahrenen Dermatologen/Dermatologin erfolgen. Meist sind hier mehrere Sitzungen erforderlich und ganz wichtig ist, dass Sonnenbäder und Solarien sind verboten sind. Im Sommer muss täglich ein Sonnenschutzmittel mit Schutzfaktor 15-20 aufgetragen werden. Konkretes sollten Sie mit einem entsprechend erfahrenen Arzt vor Ort besprechen. 3. die Schwangerschaft ist ein wichtiger auslösender Faktor für die Erstmanifestation eines Karpaltunnelsyndroms (KTS) oder für eine Verschlechterung vorbestehender Beschwerden. Mindestens 7%aller Schwangeren leiden an Empfindungsstörungen in den Händen (Schwangerschaftsparästhesien) Ein KTS kann sich auch erst nach der Entbindung und insbesondere bei stillenden Müttern entwickeln. Bei letzteren wurde eine verzögerte Rückbildung der Sensibilitätsminderung beschrieben. Andererseits zeigt sich aber auch ein rasches Abklingen der Symptome nach dem Abstillen. Die Mehrzahl der Patientinnen zieht Untersuchungen zufolge wegen der erheblichen Beschwerden und anhaltender sensibler Defizite die operative Behandlung dem Abwarten vor. Diese Ergebnisse zeigen, dass die von manchen Fachvertretern noch geäußerte Auffassung, dass sich nach der Entbindung operative Maßnahmen erübrigen würden, nicht immer haltbar ist. Darüber hinaus zeigten weitere Untersuchungen, dass nach einer Latenzzeit von 2-16 Jahren erneut Symptome auftreten können, so dass letztlich eine Operation unumgänglich wurde. Dieses ist eine Zusammenfassung aus der Fachzeitschrift „Der Gynäkologe“, 2001; 34:173–174 Wie im Einzelfall am besten vorzugehen ist, sollte dann mit den Ärzten vor Ort besprochen werden.