Mitglied inaktiv
Hallo! Wie schon in der Überschrift steht; beim Blutzuckerbelastungstest war der Wert nach einer Stunde zu hoch. (203 statt bis 180) Ich kontrolliere jetzt selbst weil mein Frauenarzt meint eine Überweisung sei nicht nötig! Meisstens sind die Werte in Ordnung. Nur ab und an (alle 4-6 Tage) ist nach dem essen ein Ausreisser drin, wo der Wert nach einer Stunde bis 170 liegt. Mach mir schon große Sorgen!! Kann das schon richtige Schäden an dem Baby ausrichten? Beim letzten Screening bei 30+4 war das Baby noch normal groß ca. 41 cm und mit geschätzten 1653g auch eher etwas leicht... Wenn ich merke das ein Essen (zb. wie heute morgen ein Diät-Fruchtjogurt) den Wert zu hoch treibt esse ich das natürlich nicht mehr. Aber der Wert war halt in dieser Situation zu hoch :-( LG Melanie 35.SSW
Liebe Melanie, 1.gerade wegen der Bedeutung und der möglichen Folgen eines Schwangerschaftsdiabetes wird die Mitbetreuung durch einen Diabetologen nahgelegt. Da reicht es dann auch nicht aus, nach dem Bauchgefühl seine Ernährung umzustellen. Sondern hier ist eine professionelle Mitbetreuung und Ernährungsberatung essentieller Bestandteil und Voraussetzung für einen guten Verlauf. 2. Wichtigstes Ziel der Prophylaxe und Behandlung ist eine normoglykämische (normale Zuckerwerte) Diabeteseinstellung. Dieses Ziel ist erreicht, wenn die Blutglukosewerte vor den Mahlzeiten unter 90 mg/dl, eine Stunde nach dem Essen unter 140 mg/dl, zwei Stunden danach unter 120 mg/dl liegen. In der ersten Schwangerschaftshälfte soll das HbA1c im oberen Normbereich, später im unteren Normbereich stoffwechselgesunder Schwangerer liegen (Normbereich mit 4,8 bis 6,0 %. 3. Frauen, die einen Schwangerschaftsdiabetes hatten, haben im Verlauf der folgenden 10 Jahre ein bis zu 30%iges Risiko, einen Diabetes zu entwickeln. Deshalb sollten die Betroffenen mit ihrem Diabetologen vor Ort über ihr Risiko und die sinnvollsten Kontrollen sprechen. Regelmäßige Nachkontrollen sind hier also extrem wichtig. Von einigen Fachvertretern wird deshalb für diese Frauen gefordert, jährlich einen oralen Glucosetoleranztest zu wiederholen. 4.Auf den Internetseiten der Deutschen Diabetes-Klinik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf http://www.diabetes.uni-duesseldorf.de/download/DDFI_Broschuere_Schwangerschaft.pdf können Sie dazu eine sehr informative Broschüre für Betroffene downloaden. VB