Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

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Mitglied inaktiv

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hallo, ich habe ein paar fragen bezüglich des schwangers werden... meine freundin ist 40 jahre alt und hat seit dezember 03 die pille abgesetzt.organisch ist bei ihr alles in ordnung. nur sie wundert sich das sie nach 4 kindern so lange braucht um erneut schwanger zu werden. an was könnte es liegen bzw. was könnte sie machen? nun zur 2. frage ich bin 24 und habe 2 kinder ( beide per KS ) und seit 5 monaten üben wir schon. was könnten wir machen bzw. was empfehlen sie uns zu unternehmen?organisch und die narbe sind super in ordnung ist auch schon 15 monate her. danke ihnen schon im vorraus für ihre antworten. lg melanie


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Melanie, 1. zwar kann auch eine Frau, die 40 Jahre und älter ist, noch auf natürliche Weise schwanger werden, aber die Wahrscheinlichkeit ist eben deutlich geringer, als bei jüngeren Frauen. Fakt ist, dass die Fruchtbarkeit bei der Frau schon mit 35 Jahren nur noch ca. 50% derjenigen einer 27jährigen beträgt. Bei der 39jährigen ist sie noch ein wenig geringer. Gleiches gilt für den "älteren" Vater, wie man mittlerweile weiß. Und so finden wir bei der "älteren" Frau nicht nur die Situation, dass es viel seltener zu einem Eisprung und damit zu einer Schwangerschaft auf natürliche Weise kommt. Was die Frage nach der Chance einer Schwangerschaft in diesem Alter angeht, kann man einer aktuellen Studie zufolge sagen: Für die Altersgruppe der 35-39 jährigen Frauen mit einem Partner des etwa gleichen Alters ist die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt einer Schwangerschaft bei Verkehr an den fruchtbarsten Tagen bei etwa 29% anzusiedeln. Diese Wahrscheinlichkeit sinkt auf etwa 18% für eine 35jährige Frau mit einem 40jährigen Partner. Für die Frau im Alter von 42 Jahren sind es Untersuchungen zufolge weniger als 10%. Das führt dann dazu, dass wir in den heutigen Tagen der immer älter werdenden Paare eine zunehmende Anzahl in "Spezialpraxen" vorstellen müssen. Und die Chancen für das Eintreten unter befruchtenden (künstlichen) Maßnahmen sind sicher für Frauen dieses Alters ebenso reduziert. 2.sofern die Frau jünger als 35 Jahre alt ist und die Zeit des Versuchens weniger als zwei Jahre beträgt, würde man ihr sicher erst mal raten, geduldig zu sein und abzuwarten, es sei denn, man hat schon vorab den Eindruck, dass, hormonelle oder organische Probleme vorliegen. Auch würde man mit einer Diagnostik nicht unbedingt vorher beginnen. Etwa 80% der Ehepaare mit Kinderwunsch erzielen im 1.Jahr eine Schwangerschaft, weitere 5% der Paare im 2.Jahr. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte ein Arzt /Ärztin aufgesucht werden, falls die Ehe kinderlos bleibt. Beim Alter der Frau über 35 Jahre, ist es angebracht, die Abklärungen bereits früher zu beginnen. Folgende Dinge sollten besprochen werden:  Besprechung des Kinderwunsches und der Krankengeschichte(durchgemachte Entzündungen und Operationen?)  Findet ein regelmäßiger Eisprung statt?  Wie steht es mit den wichtigsten Hormonen der Frau  Hat die Frau einen Eisprung? Sollte sie die Basaltemperatur messen? Die Messung der Basaltemperatur ist sicher interessant, hat aber dank den modernen Untersuchungsmethoden (Hormonbestimmung, Ultraschall) an Bedeutung verloren und belastet aus Erfahrung nur die Lebensqualität der Frau. Hier sind Hormonuntersuchungen zum Nachweis des Eisprungs an bestimmten Zyklustagen in Kombination mit der Ultraschallkontrolle der Gebärmutterschleimhaut und der Eierstöcke mit seinen heranreifenden Follikeln sicher viel aussagekräftiger, was die Aussagekraft zur Gelbkörperfunktion angeht. Wenn die Frau/das Paar hier das Bedürfnis hat, dieses genauer beurteilen zu lassen, sollte vielleicht mit dem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin über ein Zyklusmonitoring sprechen, um die Abläufe besser eingrenzen zu können. Gleichzeitig sollte auch über negative Einflüsse auf die Fruchtbarkeit: Alkohol, Nikotin, Stress (bei beiden) und einem eventuellen Übergewicht bei der Frau gesprochen werden. VB


Mitglied inaktiv

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Hallo! Je älter Frau ist,, um so länger dauert es meistens mit dem SS werden. Im Gegensatz zum Mann, der ja immer frisches Sperma "produziert"( der Grund, warum auch noch Opis Papa werden können), wird Frau schon mit allen Eizellen geboren. Genau wie der gesamte Organismus altern auch die Eivorräte und das macht es, wenn man etwas älter ist schwierig. Deiner Freundin wird nur Geduld helfen. Irgendwo hab ich mal gelesen, das die Fruchtbarkeit bereits ab 25 Jahren anfängt abzunehmen. Vielleicht hilft ihr auch das Temperaturmessen. 1. lernt man damit seinen Zyklus super kennen und 2. kann man damit feststellen ob und wann ein Eisprung stattfand. Man kann eine SS bei organisch gesunden Frauen auch nicht beeinflussen ( ausser durch künstliche Befruchtung), auch bei Dir hilft nur Geduld. Ich hatte mich auch drauf versteift, beim 2. genauso scnell SS zu werden wie beim ersten. Bei meiner Tochter war ich im 3.Zyklus SS, war damals 19 Jahre jung, jetzt beim 2. war ich 32 als wir anfingen zu üben und haben 11 Zyklen benötigt, obwohll wir beide auch vollkommen gesund sind. Auf jeden Fall ist Folsäure wichtig und sollte schon bei Kinderwunsch eingenommen werden. Viel Erfolg Euch beiden und das wichtigste: Nicht verkrampfen und drauf versteifen, sondern das üben geniessen :0) LG Susi


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