Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Frage zu einer neuen SS

Frage: Frage zu einer neuen SS

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Hallo Herr Dr. Bluni, ich habe im August 2004 einen gesunden Sohn zur Welt gebracht (Spontangeburt). Der Kleine wog bei der Geburt 4000 g . Leider konnte mir das vorher niemand (weder FA noch Hebamme) sagen, dass das Kind so schwer wird. Ich selbst bin eigentlich eine sehr schlanke Person und hatte am Ende der SS nur 13 kg zugenommen. Die Geburt verlief glücklicherweise sehr schnell und ohne große Komplikationen (bis auf den Dammriss 2.Grades und riesige Hämorrhoiden -> das war weniger schön und ich konnte 2 Wochen lang nicht richtig sitzen). Nun meine Fragen: Ich würde gerne noch ein 2.Kind bekommen wollen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das 2.Kind auch so schwer bzw. noch schwerer wird ? Welche Faktoren beeinflussen das Geburtsgewicht ? (Ich habe während meiner letzten SS immer noch viel Sport gemacht.) Gibt es eine Möglichkeit das Geburtsgewicht vorher exakter bestimmen zu lassen ? Wenn ja wie ? Hat man nach einer 2.Geburt wieder mit solch schlimmen (wirklich extremen) Hämorrhoiden zu rechnen ? Vielen Dank schonmal im voraus für Ihre Antwort !


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, eine Wahrscheinlichkeit für ein erneut schweres Kind lässt sich nicht benennen und auch die Hämorrhoidn brauchen sich nicht wiederholen. Gibt es in der Vorgeschichte schon ein oder mehrere Kinder über 4000 Gramm, oder zeigt sich im Verlauf einer Schwangerschaft, dass das Kind hinsichtlich des Gewichtes deutlich über der Norm liegt, für die Größe der Frau besonders schwer ist, die 4000 Gramm-Marke erreicht, oder gar überschritten wird, ist es in diesen Fällen sehr sinnvoll, auch die Möglichkeit eines Schwangerschafts-Diabetes frühzeitig auszuschließen und ggf. via Frauenarzt oder Frauenärztin mit der Frauenklinik rechtzeitig im Rahmen eines Geburtsplanungsgespräches (etwa ab der 36. SSW) über den Entbindungsmodus schon im Vorfeld zu sprechen, gerade, um zu vermeiden, dass es unter der Geburt zu Problemen kommt, die man dann mit einem primären Kaiserschnitt umgehen kann. Hier sollten dann die Risiken: primärer Kaiserschnitt gegen die spontane Geburt eines besonders schweren Kindes nach Kaiserschnitt abgewogen werden und die Fragen des Entbindungsmodus erörtert werden. Die beste Möglichkeit, das Gewicht einzuschätzen, ist immer noch der Ultraschall. Dieses kann aber durch die schwangere Frau nicht beeinflusst werden, sofern sie keine außergewöhnliche Gewichtszunahme zeigt oder selbst in der Schwangerschaft kein Übergewicht hat. VB


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