Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Bluni! Ich weiß man sollte nicht so rumschauen und sich Berichte über Fehlbildungen und FG durchlesen die einen nur noch mehr beunruhigen. Aber leider bin ich durch Zufall dazugekommen mir einen Bericht durchzulesen bei dem ein offenes Herz in der 37ssw festgestellt wurde. Meine Frage nun: Hätte man dies nicht schon früher erkennen müssen auf dem US? Danke für Ihre Antwort! LG Mareen
hallo, auch, wenn dieses hier immer wieder geschieht, kann ich nur davon abraten, sich durch solche Berichte und Geschichten verunsichern zu lassen. Im Zusammenhang mit der pränatalen Diagnostik ist es immer ganz wichtig zu wissen, dass der "routinemäßig" ausgebildete Arzt in der Praxis, eben viele Missbildungen nicht erkennen kann, gerade, wenn sie anfangs nur diskret sind. Dieses können meist nur die Spezialisten, die dieses täglich durchführen. Bei den Herzfehlern können die "Nichtspezialisten" etwa 40% der Herzfehler ausschließen, wenn der so genannte 4-Kammerblick unaufällig ist. Aus diesem Grund betone ich hier auch immer, dass die Schwangere /das Paar hier zunächt das Gespräch zu den verschiedenen Methoden und deren Grenzen suchen soll, um sich dann, wenn sie es wünschen, an die Einrichtung zu wenden, die offensichtlich die größte Erfahrung auf dem Gebiet in ihrer Region hat. VB
Mitglied inaktiv
Hallo, man ja muss unterscheiden zwischen dem normalen US in der Praxis des Gyn, und den Spezial-Ultraschall-Untersuchungen in Fachpraxen mit besonders hochauflösenden US-Geräten. Der normale Gyn besitzt oft weder die Ausbildung, noch das geeignete Gerät, um Feinheiten erkennen zu können. Das sog. Organscreening (Feinultraschall) oder auch die Doppler-Sonografie dagegen werden in speziellen Praxen und von extra dafür ausgebildeten Ärzten mit jahrelanger Erfahrung und hochauflösenden Geräten gemacht. Hierbei fallen auch Fehlbildungen am Herzen auf. Dieser Feinultraschall wird aber nur für Frauen über 35 Jahren oder bei anderen Auffälligkeiten von den Kassen bezahlt. Im Normalfall gehen Schwangere daher nur zu ihrem Gyn zur üblichen US-Vorsorge, bei der man eben nicht soviel erkennen kann. Grüßle, Mimi
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