Mitglied inaktiv
Hallo Dr.Bluni und hallo auch an alle anderen, ich habe ein "Problem". Mein Mann ist bei der Berufsfeuerwehr am Flughafen Stuttgart und somit übernehmen die auch "Rettungs- bzw- Sani-Dienste" . Heute Nacht hatten sie einen Patienten in der Flughalle, welcher von denen medizinisch behandelt werden mußte (Platzwunde). Heute morgen kam ein Anruf vom Gesundheitsamt in die Wache geflattert, das genau dieser "Patient" eine offene Tuberkulose hatte. Alle wo an diesem Einsatz beteiligt waren müssen nun nächsten Dienstag beim Amtsarzt antreten zum Untersuchung. TBC-Erreger kann durch Tröpfcheninfektion oder ausgehustete Atemluft (bei offener TBC) übertragen werden. Mein Freund wurde zwar weder angehustet noch direkt von diesem Patienten angesprochen, aber man weiß ja nie. Jetzt zu meiner eigentlichen Frage: Ich bin in der 18.Woche Schwanger...wir wohnen zusammen.... Wie sollen wir uns nun verhalten? Wir sind beide als Kinder geimpft worden und haben "Antikörper" , aber nützt das was? Sollte er bis zum entgültigen Ergebnis (dauert wohl ein paar Monate) den näheren Kontakt mit mir meiden ? Bitte dringend um Hilfe/Rat!!!!!! Vielen lieben Dank!! Carolin
hallo Carolin, zum Glück ist eine solche Infektion in der Schwangerschaft hier in Deutschland eine Rarität und bevor die Frau nun anfängt, über etwaige Folgen und Therapien nachzudenken und sich vielleicht unnütt Sorgen zu machen, würde ich unter Berücksichtigung der genannten Situation erst mal die Laborergebnisse abwarten. Nicht jeder, der sich selbst infiziert hat, ist auch Überträger der Krankheit Die Inkubationszeit beträgt ca. 4-6 Wochen. Das Erkrankungsrisiko ist bei Personen mit geschwächter Immunabwehr sicher besonders hoch. Zum Nachweis gibt es verschiedene Verfahren, wobei durch Flüssigkulturen mit modernen Nachweismethoden für ein Mykobakterien-Wachstum der Nachweis möglicherweise schon nach etwa zwei Wochen gelingen kann. Aus diesem Grund wäre es wohl eher wenig realistisch hier vorsorglich die Trennung der Partner zu empfehlen. Weitere Details dazu sollten Sie vor Ort mit dem Pneumologen oder Internisten besprechen. VB