Mitglied inaktiv
Hallo lieber Herr Dr., und zwar ist mir bei mir in den letzten 14 Tagen (jetzt bin ich 20. SSW) aufgefallen, das sich mein Halswirbelsäulensyndrom verstärkt hat, aber dafür sind auch meine extremen Dehnungsschmerzen verschwunden. Ich hatte wirklich viel mit diesem Ziehen im Unterleib zu tun, aber das ist nu weg. Ich erkläre es mir selber so das sich nun die Bänder, Sehnen und Gelenke dermaßen dehnen das dieses Ziehen nicht mehr ist, aber dafür eben z. B. meine HWS vermehrt Probleme macht. Liege ich damit richtig? Oder hat man Dehnugnsschmerzen die ganze SS über?
liebe Florentine, man sollte die Schwangere natürlich davon in Kenntnis setzen, dass die Schwangerschaften erstens individuell völlig unterschiedlich verlaufen können, mit zum Teil völlig neuen und auch unterschiedlichen Erfahrungen bei bestimmten körperlichen Veränderungen. Und so kann auch die Anwesenheit/das Fehlen und oder Intensität der typischen Schwangerschaftssymptome und schwangerschaftstypischer Beschwerden variieren. Dieses Phänomen hat aber nur selten eine klinische Bedeutung für den aktuellen Zustand der Schwangerschaft. Insofern kann die Schwangere bei bisher unauffälligen Untersuchungsbefunden meist beruhigt sein. VB
Mitglied inaktiv
Hallo Florentine, die Dehnungsschmerzen dauern bei manchen länger, bei manchen kürzer (ich hatte sie nur die ersten drei Monate). Auch wenn die Gebärmutter natürlich weiter wächst, spürt man das später meist nicht mehr so, genau, wie es jetzt bei Dir ja auch der Fall ist. Dass Deine HWS jetzt Probleme macht, ist leider typisch für die SS. Die SS-Hormone lockern ja nicht nur den Bereich im Unterleib, sondern sämtliche Knorpel, Gelenke und Bänder im ganzen Körper, wie Du schon sagst. Deshalb ist auch die Gefahr eines Bandscheibenvorfalls in und die erste Zeit nach der Schwangerschaft sehr erhöht. Ich selbst hatte in der SS auch allerlei orthopädische Probleme, erst Hüftschmerzen, dass ich kaum gehen konnte, dann Probleme im Fußgelenk, weil eine weich gewordene Sehne dauernd aus ihrer "Schiene" rutschte, was höllisch wehtat und schließlich noch Probleme mit der Lendenwirbelsäule, so dass der linke Fuß zeitweise taub wurde. Zum Glück verschwanden alle Probleme entweder noch innerhalb der Schwangerschaft oder in den sechs Wochen danach von selbst. Ganz wichtig ist jetzt, dass Du die Regeln der "Rückenschule" beachtest, also nie vornübergebeugt hebst, sondern immer mit geradem Rücken aus den Knien heraus etc. Was das HWS-Problem angeht, kenne ich mich da leider gut aus, weil ich einen Bandscheibenvorfall in der HWS habe (erst nach der SS gekriegt). Tabu sind bei HWS-Problemen, vor allem in der SS, plötzliche Kopfdrehungen sowie in den Nacken legen des Kopfes oder starke Dehnung nach vorn. Der Kopf sollte vorsichtig und nicht zu weit (z.B. beim Rückwärts-Einparken etc.) gedreht werden. Auch Gymnastik sollte vorsichtig gehandhabt werden und eher auf Lockerung, denn auf zu starke Dehnung etc. setzen (deshalb vorsichtig sein, falls Du Yoga machst). Ungünstige Bewegungen können jetzt leicht fiese Folgen haben (meine Fußsehne fluppte das erste Mal bei einer Übung auf dem Pezzi-Ball raus), weil eben das ganze Skelett ein wenig wackelig wird durch die Hormönchen. :-) Chiropraktik ist übrigens absolut verboten in der SS und auch in den ersten Monaten danach, nur als Tipp nebenbei. Liebe Grüße und gute Besserung, Hexi
Mitglied inaktiv
Du triffst es ja echt *G*, der Krankengymnast macht Osteopathie bei mir. Warum ist Chiropraktik total verboten? Mein Arzt hat nur mit Druck was helfen können, die Übelkeit war sofort weg. Sonst würde ich mir gerne mit der via mail schreiben...