Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

borrelliose

Frage: borrelliose

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hallo, ich wurde in der 31.ssw von einer zecke gestochen. ich entwickelte keine symtome. 3 wochen später wurde im blut festgestellt, dass ich mich mit borelliose infiziert habe. ich muss nun amoxicillin 1000 (3x1)für 10 tage nehmen. welches risiko besteht für mein kind, durch die borelliose?. sind fehlbildungen jetzt auch noch möglich? danke anette


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Liebe Annette, Eine Infektion des ungeborenen Kindes in der Schwangerschaft ist möglich. Über Schäden bei den Ungeborenen gibt es aber nur sehr wenige Berichte. Vorsorglich wird bei Nachweis dieser Infektion in der Schwangerschaft zur frühzeitigen Penicillintherapie geraten. Diese ist für das Kind sicher unbedenklich. Neben der Kontrolle der Bissstellte sollte laborchemisch etwa 3 Wochen nach Zeckenbiss bei der Schwangeren der Borrelientiter entnommen werden. Ist er negativ, würde man ihn ggf. nach weiteren 3 Wochen wiederholen. Frau Prof. Enders aus Stuttgart empfiehlt hier auch, dass man dann bei Geburt des Kindes aus dem Nabelschnurblut den Titer nochmals mitbestimmen lässt (allerdings ist dieses nur relevant, wenn der Biss mehr als 3 Wochen zurückliegt) VB


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