Mitglied inaktiv
Hallo, vielleicht erinnern Sie sich noch an mich ... ich habe am 17.6.2005 den kleinen Julian entbunden, wo die SS etwas nervenaufreibend wegen fetalen Arrhythmien und SS-Diabetes war. So wie es aussieht, hat sich bei uns Nr. 4 eingeschlichen. Ich hatte am 13.5. meine Periode (davor 25-Tage-Zyklen) und am 1.6. bekam ich starke, rote Blutungen. Die ließen nach, aber am 4.6. blutete ich wieder stark und rot. Danach wurden die Blutungen bräunlich und unregelmäßig und seit einer Woche sind sie täglich, aber noch immer nur dunkelbraun. An eine SS hatte ich eigentlich nicht gedacht, wobei einige Anzeichen mir noch sehr bekannt vorkamen *g*. Ich war dann am Mittwoch beim FA und die meinte, ich wäre in der 7.-8. SSW (was eigentlich nach der Berechnung vom 13.5. nicht hinkommen kann) und die SS sitzt richtig, das Herzchen schlägt, aber es ist ein Blutgerinsel da, was nach unten blutet. Leider habe ich nur gesagt bekommen, ich solle kein Sport treiben und in einer Woche wiederkommen. Dann soll geguckt werden, ob das Herzchen noch schlägt. Bei Schmerzen und starken Blutungen soll ich direkt ins KH wegen Ausschabung. Ich habe so gar keine Vorstellung, was das Blutgerinsel ist, woher es kommt, wie es weitergeht ... Kann man so gar nichts einnehmen? Wird nicht öfters kontrolliert, ob noch alles o.k. ist? Mit ständig Blut im Slip ist diese eine Woche der Horror. Habe auch schon versucht, meine Hebamme zu erreichen, aber sie hat noch nicht zurückgerufen. Vielleicht können Sie mir helfen. LG von Anja mit Alina, Fabian & Julian
liebe Anja, 1. auch wenn eine solche Blutung ein Warnzeichen ist und ein Hinweis für Fehlgeburtsbestrebungen, wird eine solche Blutung nicht zwangsläufig in einer Fehlgeburt enden. Die Ursache ist nicht immer eindeutig. Es können hormonelle Gründe oder plötzliche Blutungen zwischen der Eihaut und der Gebärmutter die Ursache sein. Es kann aber auch nur vom Muttermund her bluten. Andererseits gibt es kindliche Ursachen, wie eine nicht reguläre Entwicklung auf Grund genetischer Störungen, die dann häufig in einer Fehlgeburt enden können. Bei auftretenden Blutungen wird der behandelnde Frauenarzt oder Frauenärztin den Befund kontrollieren und sofern hierbei keine Besonderheiten nachweisbar sind, die Schwangerschaft vital ist, wird bei Blutungen in der frühen Schwangerschaft bis etwa zum Ende des vierten Monats der Frau empfohlen, sich zu körperlich zu schonen, auf Sport und Verkehr zu verzichten und ggf. prophylaktisch Magnesium einzunehmen. Für die Effektivität eines Gelbkörperhormons in dieser Situation gibt es bis heute keine ausreichend gesicherten Daten. 2.nach einer Schwangerschaft mit einem GDM (Gestationsdiabetes=Diabetes in der Schwangerschaft) besteht ein Risiko von etwa 50% für das erneute Auftreten einer Glucosetoleranzstörung in der folgenden Schwangerschaft. Es ist also eine frühzeitige (in den ersten drei Monaten) Diagnostik und Besprechung des Vorgehens indiziert. Das individuelle Vorgehen hinsichtlich Ernährungsberatung und/oder medikamentöse Maßnahmen ist durch die diabetologischen Spezialisten vor Ort zu klären. 3.Frauen, die einen Schwangerschaftsdiabetes hatten, haben im Verlauf der folgenden 10 Jahre ein bis zu 30%iges Risiko, einen Diabetes zu entwickeln. Deshalb sollten die Betroffenen mit ihrem Diabetologen vor Ort über ihr Risiko und die sinnvollsten Kontrollen sprechen. Regelmäßige Nachkontrollen sind hier also extrem wichtig. Von einigen Fachvertretern wird deshalb für diese Frauen gefordert, jährlich einen oralen Glucosetoleranztest zu wiederholen. 4.Auf den Internetseiten der Deutschen Diabetes-Klinik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf http://www.diabetes.uni-duesseldorf.de/download/DDFI_Broschuere_Schwangerschaft.pdf können Sie dazu eine sehr informative Broschüre für Betroffene downloaden. VB