Mitglied inaktiv
Hallo, ich war gestern beim US und dort wurde eine BEL festgestellt. Eigentlich hatte ich mir zu diesem Zeitpunkt noch nie wirklich darüber Gedanken gemacht, dass sich das Baby nicht dreht, aber seit dem Termin gestern beim Arzt bin ich verunsichert. Ich plane eine Hausgeburt. Dies ist mein 5. Kind, ich hatte bereits 3 Hausgeburten. Wie wahrscheinlich ist es, dass sich das Baby nicht mehr dreht und wie sehen ihre Erfahrungen wegen einer Spontangeburt in BEL aus. Müsste diese dann im KH sein und stimmt es, dass man im KH dann bei einer Spontangeburt eine volle Risikoübernahme unterschreiben muss wenn man einem KS nicht sofort zustimmen möchte. Danke, zimtstern
Hallo, 1. wenn die Kinder sich bis zur 33. SSW nicht gedreht haben und hier auch schon dauerhaft in BEL liegen, dann sinken die Chancen auf eine spontane Wendung auf ca 10%. Vorher zu spekulieren über das wenn und aber, ist sicher nicht sinnvoll. Bleibt das Kind dennoch in BEL liegen, dann sollte man mit den Eltern ab der 34./35. SSW über die Konsequenzen, Möglichkeiten und Entbindungsmodus sprechen. 2. bleibt das Kind über die 36. SSW hinaus in BEL liegen, dann ist es in jedem Fall sinnvoll über Frauenärztin/Frauenarzt und einem Geburtsplanungsgspräch mit der die Entbindungsklinik hinsichtlich der Möglichkeiten der Entbindung: Kaiserschnitt oder Spontangeburt zu sprechen. Dabei gehört es dazu, dass Sie von den behandelnden Ärzten über die Vor- und Nachteile aufgeklärt werden. In einigen Fällen gibt es aber schon von vornherein klare medizinische Gründe (Kontraindikationen) die gegen den Versuch einer Spontanentbindung sprechen. Bestandteil der Aufklärung sind dann auch die Risiken, die sich insbesondere für das Kind ergeben, wenn eine Spontanentbindung angestrebt wird und die Risiken, die sich vor allem für die Mutter ergeben, wenn ein Kaiserschnitt durchgeführt wird. Unter bestimmten Umständen ist eine planmäßige Spontanentbindung nicht generell ausgeschlossen. Aber es müssen sicher viel Parameter stimmen. Einer von diesen ist eine entsprechende Erfahrung des Geburtshelfers, die Entbindung in einer Klinik, in der auch innerhalb kurzer Zeit ein Team zur Narkose und zum Kaiserschnitt zu Verfügung steht. Und nicht zuletzt die Zustimmung der Eltern zu dem Vorgehen und den damit verbundenen Risiken für das Kind. Wenn das Kind spontan anstatt mit Kaiserschnitt kommen soll, sind hier immer das Risiko eines Sauerstoffmangels und der Verletzung von Nerven im Bereich der Schulter anzuführen. Es wird aber nie so sein, dass Sie praktisch eine volle Risikoübernahme unterzeichnen werden. 3. gegen eine ambulante Entbindung, z.B. in einem Geburtshaus, ist erst mal nichts einzuwenden, sofern medizinisch seitens der Schwangerschaft oder der Vorgeschichte der Schwangeren nichts dagegen spricht. Es ist allerdings auch nach aktueller deutscher Rechtssprechung des Bundesgerichtshofes die Aufgabe und Pflicht der Frauenärztin/Frauenarzt , die Frau eingehend darauf hinzuweisen, dass bei etwaigen Komplikationen, das Risiko sowohl für das Kind als auch für die Mutter höher sind, als in einer Geburtsklinik. Dieses ist dann auch zu dokumentieren. Deshalb sollte auch die Hebamme sehr gewissenhaft die Frauen aussuchen, um das Risiko für Mutter und Kind zu minimieren. Das klappt sicher auch in den meisten Fällen, aber leider hören wir (und nicht die Frauen oder die Presse) von Fällen und Verläufen, die so sicher nicht wünschenswert sind, gerade deshalb, weil eben unter anderem auch nicht wie in der Klinik innerhalb weniger Minuten (15-20) ein komplettes Team für eine Notsituation da ist, oder auch kurzfristiger der diensthabende Arzt/Ärztin. Wichtig ist in dem Zusammenhang das offene und wertfreie, aber dennoch objektive Gespräch mit den Eltern. Dieses sollte auch auf die möglichen Risiken, soweit es geht, eingehen Es sollte aber meines Erachtens die mittlerweile überwiegend positive und unkritische Berichterstattung zur Geburt im Geburtshaus oder Hausgeburt, die die "technisierte Entbindung unter der sterilen Klinikatmosphäre" als zunehmend überholt darstellt, ersetzt werden durch eine objektivere Form der Darstellung. Es darf nicht vergessen werden, dass erstens das Klientel der so genannten Geburtshäuser vorselektiert ist, da Risikofrauen in die Klinik geschickt werden und somit die Ergebnisse zwangsläufig gut ausfallen müssen. Darüber hinaus sollte man bedenken, dass bekanntermaßen in einigen Fällen die Sorgfaltspflicht zumindest zu denken gibt. VB
Mitglied inaktiv
In der 20. SSW ist die Kindlage völlig unerheblich und ändert sich u.U. mehrmals pro Stunde. Das Kind hat eben zum Zeitpunkt der Untersuchung gerade mal den Popo unten gehabt. Du solltest Dir wirklich jetzt nach gerade mal der Hälfte der Schwangerschaft gar keine Sorgen zur Kindslage machen. Sollte das Kind bei Geburtsbeginn (sind ja noch knapp 5 Monate...) tatsächlich in BEL liegen kannst Du es sicher auch spontan gebären. Was eine potentielle Unterschrift zur Risikoübernahme bei BEL-Geburt im Krankenhaus betrifft: davon habe ich noch nie gehört! Soll damit ein Kaiserschnitt erpreßt werden?
Mitglied inaktiv
Hallo, ich befinde mich in genau der gleichen Situation. 5.Kind, 20.SSW BEL, Hausgeburt... Willst Du mir mal mailen? Adresse hinterlegt. LG