Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

auf einmal panische Angst vor der Geburt

Frage: auf einmal panische Angst vor der Geburt

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Hallo! Seit 12 Wochen müssen wir wegen GMH-Verkürzung um unsere Zwillinge bangen, und kaum sind wir sozusagen "in der grünen Zone" (31. SSW), habe ich auf einmal furchtbare Angst vor der Geburt. Immer wieder kommt mir die Geburt des Großen vor 6 1/2 Jahren in den Kopf, leider war diese nicht einfach. Es war ein sehr großes Kind und es mußte in der 42. SSW eingeleitet werden. Die Zeit bis zum vollständigen MuMu verging relativ schnell und problemlos, aber dann machte die GEbärmutter schlapp und ich bekam keine Wehen mehr. Selbst der WEhentropf half wenig und ich mußte das Kind sozusagen ohne Wehen rauspressen und auch eine Saugglocke musste letztendlich nachhelfen. Die ganze Austreibungsphase dauerte somit etwa 2 STunden. Als die Nachgeburt da war, blutete ich ziemlich, meine Gebärmutter zog sich nicht gleich zusammen, sie war zu erschlafft.Ich verlor ca. 600ml Blut. Dank Methergin und Oxytocin bekam man das aber nach etwa 1/2 Std. zum STillstand. Mein HB war hinterher bei 8,0, aber ich war relativ fit. Alles in allem noch nicht so schlimm, im Mutterpaß ist auch nichts über diese Blutung vermerkt. Aber im Geburtsbericht (den ich mir vor Jahren mal angefordert hatte), steht was von atonischer Blutung... Nun geht mir das auf einmal nicht mehr aus dem Kopf :-( Das Wiederholungsrisiko soll ja groß sein, zumal ich Zwillinge erwarte. Ich hab nun furchtbare Angst, nach der Geburt zu verbluten oder auf Intensiv zu landen etc... Ich habe richtige Todesängste... das macht mich total fertig. Können Sie mir die Angst etwas nehmen? Was kann ich im Vorfeld tun, ist ein Kaiserschnitt sinnvoller (weil man da im Fall der Fälle gleich die Gebärmutter entfernen könnte...)? Sollten die Kinder so früh wie möglich geholt werden, damit sich die Gebärmutter nicht so doll überdehnt? Mir geht sogar schon durch den Kopf, daß ich die Gebärmutter gleich rausnehmen lasse, vorsorglich sozusagen. Die Familienplanung ist danach sowieso abgeschlossen... Bitte helfen Sie mir :-( Sorry, ist leider lang geworden. Gruß schlumpfi


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, Ihre Ängste und Unsicherheit kann ich sehr gut verstehen, da jeder Geburtshelfer weiß, wie dramatisch solch atonische Nachblutungen, die in extrem seltenen Fällen die Gebärmutterentfernung notwendig machen, nach sich ziehen kann. Bei der Atonie ist die Gebärmutter in Folge der Wehen und des Geburtsverlaufes praktisch derartig ermüdet, dass sie sich nicht mehr ausreichend zusammenzieht, was dazu führt, dass die Blutungen aus der Gebärmutter kontinuierlich anhalten und dieses dann ggf. sogar in bedrohlichem Ausmaß. Eine solch atonische Nachblutung stellt eine gefährliche Komplikation in der Geburtshilfe dar, die wir jedoch nicht immer vorhersehen können. Ein wichtiger Faktor ist ein sehr langer Geburtsverlauf mit langer Pressphase und vielleicht auch schwerem Kind. Stundenlange Wehen, (durch einleitende Maßnahmen verstärkt) können dazu führen, dass irgendwann die Gebärmutter völlig ermüdet ist. Zahlen für ein Wiederholungsrisiko liegen mir nicht vor. Für die nächste Geburt ist dieses für das diensthabende Team sicher sehr wichtig und von Bedeutung ist dann auch die Erfahrung der bei der Geburt anwesenden MitarbeiterInnen. Für Ihre persönliche Situation sprechen Sie am besten zeitig via Frauenärztin/Frauenarzt mit dem zuständigen Oberarzt/Chefarzt über das beste geburtshilfliche Vorgehen, dass auch mal ein Kaiserschnitt sein kann. Ob vor dem Hintergrund dieser Vorgeschichte bei nun vorhandener Zwillingschwangerschaft nun ein primärer Kaiserschnitt sinnvoll erscheint, besprechen Sie bitte auch am besten mit der Klinik. Eine allgemeine Empfehlung gibt es dafür sicher nicht. VB


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Hallo Schlumpfi Wir kenne uns ja von MO und ich kann Deine Angst wirklich nachvollziehen. Auch wenn für mich ein KS definitiv nicht in Frage läme, bei Zwillis sähe meine Meinung da auch anders aus. Medizinisch kann ich Dir nichts raten, aber alleine vom Instinkt her, käme auch für mich nur ein KS mit Zwillis in Frage. *drückdichmal* Gruß Britta


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Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch, dass Ihr es so weit geschafft habt! Die Angst vor der Geburt ist natürlich bei der Vorgeschichte. Jedoch muss sie sich keinesfalls wiederholen! Bei meinem ersten Kind habe ich 2 Std. in den Presswehen gelegen, bis man endlich geschnitten hat. Bei meiner zweiten habe ich so doll gepresst, dass die Gebärmutter von innen gerissen ist und ich dort genäht werden musste. Ohne Betäubung, da die Zeit nicht mehr blieb, weil ich sonst verblutet wäre. Trotzdem habe ich noch Kind Drei und Vier bekommen. Und dort lief alles ganz normal. Einmal drei Presswehen. Und einmal nur eine. Es heißt also nicht, dass jede Geburt gleich (schlecht) verläuft! Und warum willst Du Dir die Gebärmutter rausnehmen lassen??? Wenn Du keine Probleme damit hast (wie ständig starke Blutungen, Schmerzen etc.), besteht doch kein Grund! Ich weiß ja nicht, wie alt Du bist, aber wenn die GM erst einmal weg ist, gibt es keine Möglichkeit mehr jemals auf natürlichem Wege ein Kind zu bekommen! Lass Dir nicht die letzte Zeit Deiner Schwangerschaft durch Deine Ängste vermiesen. Rede mit Deinem FA darüber. Vielleicht kann er Dir helfen! Alles Gute! Ute


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Hallo! @britta: Vielen Dank *knuddel* Wie schon gesagt, fand ich die einleitung als solche ja nicht schlimm, aber die Preßphase bzw. eben die nachgeburtliche Phase waren leider nicht so toll :-( Das kommt mir aber erst jetzt alles hoch... weiß auch nicht, ob ich das die ganze Zeit verdrängt hatte !?! @ute: Ich hoffe auch, daß es einfach gaaannnz anders läuft dieses Mal... Zwillis sind ja kleiner und kommen dementsprechend schneller... Der Große war ja sehr schwer fürs 1. Kind und KU 38,5... deshalb war sicher meine Gebärmutter fix und fertig. Ich hab gepreßt wie eine Irre.. Ich habe gerade einen Termin für Montag in der Uniklinik ausgemacht, um mich dort schonmal im Kreißsaal vorzustellen. Hatte eine sehr nette Oberärztin dran, die mich total verstanden hat. Sie meinte aber so schon, daß eigentlich nichts gegen die normale Geburt spricht, weil sie ja beide in SL liegen... Bin bloß froh daß ich da jetzt schon hinkommen darf. War ja am Montag erst in der Uniklinik, allerdings im US-Bereich. Dort hatte ich auch mal nach einem Vorstellungstermin im Kreißsaal gefragt und die Ärztin schaute mich ganz groß an... was ich da jetzt schon wollte!?! Die Geburtsplanung würde bei Ihnen frühestens in der 36. SSW stattfinden... Hallo? Ich krieg Zwillinge, hab schon seit 12 Wochen Frühgeburtsbestrebungen... es kann ja mal jederzeit losgehen. Und da kann es ja nur gut sein, wenn die mich da kennen und auf alle Eventualitäten vorbereitet sind. ´ Mir fällt schonmal ein Riesenbrocken vom Herz, daß ich da am Montag mit denen drüber reden kann. Vielleicht bin ich dann etwas ruhiger. Ich hoffe es :-( So geht´s jedenfalls nicht weiter mit mir. die angst macht mich wirklich fertig. LG


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