Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Angst vor FG

Frage: Angst vor FG

Mitglied inaktiv

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Hallo Dr. Bluni, ich bin in der 5./6. ssw. Hatte letztes jahr im dez. eine verhaltene FG, wurde 4 Wochen ca später festgestellt.Hatte eine leichte Blutung. Bin ins KH und dort wurde die FG festgestellt. Am 25.9.04 hatte ich die letzte Regel und wäre demnach jetzt in 5+3 ssw. ET wäre der 2.Juli 05. Heut war ich beim FA und fRUCHTHÜLLE UND eMBRYO (e GANZ KLEIN NOCH) wurden gesehn. Fruchhülle 10mm. Ist das echt zu klein?? Bin völlig irritiert, es heisst ich sei in der 5.ssw dabei eigentlich 6.ssw. Bin sehr verwiirt, sorry für die schreibweise. Mona


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Mona, 1.es ist ein nicht ungewöhnlicher Vorgang, daß manche Frauen erst ein oder zwei Fehlgeburten haben oder zwischendurch eine Schwangerschaft austragen, bevor eine sich dann (wieder) ein intakte Schwangerschaft entwickelt. Die Wahrscheinlichkeit eines positiven Verlaufes nach einer Fehlgeburt liegt aber bei etwa 85-90%! Nach der vollendeten 6. SSW ist das Fehlgeburtsrisiko so in etwa bei 12% und nach der vollendeten 12. SSW nur noch bei etwa 4%. Bei unauffälligem Verlauf der Schwangerschaft kann die Frau deshalb beruhigt sein und sollte bei etwaigen Ängsten mit ihrem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin zu sprechen, der/die ihr diese dann sicher nehmen kann. Es gibt sicher keine absolute Garantie für einen positiven Verlauf. Eine gewisse Restunsicherheit besteht verständlicherweise für alle Schwangeren während der Zeit, in der nicht untersucht wird. Es gibt aber keine konkreten subjektiven Hinweise (mal von Blutungen, Schmerzen oder vorzeitiger Wehen abgesehen), die einem zeigen, dass vielleicht etwas nicht, wie erwünscht, verläuft.. Hier ist der Schwangeren zu empfehlen, sich bei Beschwerdefreiheit auf die aktuellen Untersuchungsbefunde zu verlassen und davon auszugehen, es mit der Schwangerschaft wohl auch in dem folgenden Intervall gut gehen wird. Bei etwaigen Beschwerden sollte die Frau sich vertrauensvoll an ihren behandelnden Arzt oder Hebamme wenden. Und: jede Schwangerschaft ist sicher einzigartig und kann individuell auch ganz anders verlaufen, bzw. von anderen Symptomen begleitet sein. Und dies selbst, wenn es schon vorher die ein oder andere Schwangerschaft gab und sie ganz anders verlief. Die Anwesenheit/Intensität eventueller, schwangerschaftstypischer Beschwerden hat nur selten eine klinische Bedeutung für den Zustand der Schwangerschaft. 2. unabhängig von den Angaben der Schwangeren hinsichtlich des Datums der letzten Regel oder des vermeintlichen Termins der Befruchtung, berechnet immer noch der frühe Ultraschall das Schwangerschaftsalter und den Entbindungstermin am genauesten. Und so kommt es recht häufig vor, dass dadurch, dass er Zyklus etwas unregelmäßig war, der Eisprung früher oder später eintrat oder die Schwangerschaft einfach etwas jünger/älter ist, als erwartet und man deshalb in der frühen Schwangerschaft eine Korrektur des Schwangerschaftsalters vornehmen muss. Das kann dazu führen, dass sich im Ultraschall weniger oder mehr sieht, als man vielleicht erwarten würde. In den wohl meisten Fällen kann man hier aber bei gewissen Abweichungen beruhigen, auch wenn man manchmal erst noch eine zusätzliche Kontrolle per Ultraschall durchführen muss und ggf. das Schwangerschaftshormon HCG im Verlauf kontrollieren wird. Aus diesem Grund ist eine Terminkorrektur in der Frühschwangerschaft in den ersten 3-4 Monaten ein häufiger und nicht ungewöhnlicher Vorgang. Hiervon sind dann frühe Wachstumsminderungen / Retardierungen zu unterscheiden, die allerdings schon eine Bedeutung in dem Sinne haben, als dass Sie ein Hinweis auf ein Störung oder einen nicht regulären Verlauf sein könnten. VB


Mitglied inaktiv

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Hallo Mona, bin zwar kein Arzt,aber ich blende mich einfach mal ein,weil ich auch schon zweimal eine missed abortion hatte und dich als Betroffene vielleicht ganz gut beruhigen kann ;-) Die Rechnereien ganz zu Anfang gestalten sich schon alleine aus dem Grund so unterschiedlich,weil eigentlich niemand einen Eisprung hat,der wirklich immer am selben Zyklustag stattfindet. hat sich deiner auch nur um 3-4 Tage nach hinten verschoben,stimmt das Rechenexempel ja schon wieder. Ausserdem habe ich mir nach der letzten FG geschworen,mit dem Arztbesuch zu warten bis der Herzschlag sichtbar sein würde und habe auch tatsächlich bis zur 8.SSW ausgeharrt,mich bis dahin gezwungen,ruhig zu bleiben und abzuwarten- und fand das im nachhinein ganz gut! Mach dich nicht zu verrückt- ich weiss,das ist leicht gesagt,aber alles andere bringt nichts! Schone dich ein bisschen und sorge für etwas Abwechslung! Drücke dir die Daumen,daß dieses mal-wie das jetzt bei mir der Fall ist(37.SSW) ;-)alles gut geht!!!! LG,Marielle


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