Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe vor 3 Jahren mit Kaiserschnitt entbunden, es war kein geplanter Kaiserschnitt, nach 20 Std Wehen und 8 cm Muttermundöffnung mußte das Kind geholt werden. Wie sieht es jetzt mit einer normalen Geburt aus? Habe gehört das das Risiko beim zweiten Kind mit Kaiserschnitt zu entbinden größer ist. Und stimmt das, daß wenn ich normal entbinden sollte die gefahr besteht das die alte Kaiserschnittnarbe platzen würde? Manchmal denke ich an einen geplanten Kaiserschnitt weil ich das ganze nicht mehr so erlebn möchte wie bei der ersten Geburt.Stundenlang schmerzen und dann doch eher eine Woche schmerzen wegen dem Kaiserschnitt. Ich bin anfang 6. Monat Danke,Anna W.
liebe Anna, 1. zu beantworten sind bei der Frage, ob bei einer Folgeschwangerschaft erneut ein Kaiserschnitt erfolgt, die folgenden Fragen: 1.warum wurde der Kaiserschnitt gemacht? Wie war der Geburts-und Wehenverlauf? 2. Gibt es bei der folgenden Schwangerschaft besondere, geburtshilfliche Risiken bei der Frau und während der Schwangerschaft? 3. Wie schwer ist das folgende Kind ungefähr bei Geburt? Dieses sollte um die 36. SSW durch Untersuchung und US abgeschätzt werden. 4. Wie sind die Bedürfnisse der Eltern hinsichtlich des Entbindungsmodus? 5. Was empfehlen Frauenarzt/ärztin und die Entbindungsklinik den Eltern? Generell ist es wohl sicher den meisten Fällen möglich, eine vaginale Entbindung spontan, per Saugglocke oder Zange auch nach einem Kaiserschnitt durchzuführen, ohne, dass hier Probleme entstehen. Einen Automatismus: "einmal Kaiserschnitt immer Kaiserschnitt" gibt es nicht. Dieses sollte aber in Absprache mit dem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin und der Entbindungsklinik entschieden werden, wo die Frau sich eigentlich immer vor der Geburt vorstellen sollte und nach einem Kaiserschnitt vielleicht noch mehr, um über die Vor-und Nachteile und auch die möglichen Risiken des ein oder anderen Vorgehens zu sprechen. 2.bei einer Schwangerschaft/Geburt nach einem oder mehreren Kaiserschnitten ergeben sich besondere Risikenn im wesentlichen durch die mögliche Ruptur der Gebärmutter. Dieses kann während der Gravidität (sehr selten) als auch unter der Geburt eintreten. Man spricht von einer kompletten Ruptur, wenn es zur Zerreißung des Bauchfells über der Gebärmutter (viszerales Peritoneum) mit mit teilweisem Vorfall fetaler Anteile in die Bauchhöhle kommt. Dies bringt eine akute Gefährdung von Mutter und Kind mit sich. Geht die Naht ein wenig auseinander (Nahtdehiszenz), kann dieses ohne Symptome verlaufen. Die Ruptur der Gebärmutter noch während der Schwangerschaft bei regelmäßiger Wehentätigkeit ist offensichtlich so selten, dass es hierzu keine Zahlen in der Literatur gibt, auch wenn die Anzahl der Kaiserschnitte deutlich zugenommen hat. Auch für Schwangere mit mehr als zwei Kaiserschnitten ist der Versuch einer Spontangeburt nicht zwangsläufig mit einem deutliche erhöhten Risiko einer Uterusruptur verbunden. Ein Auseinanderweichen der Naht findet sich 1,8-5,5% der Fälle bei Zustand nach zwei oder mehr Kaiserschnitten. Eine Narbenruptur fand sich nach einmaligem KS in 0,69% und nach 2maligem KS in 0,67%. VB
Mitglied inaktiv
hallo, ich habe 2000 meinen 1. sohn 48 std nach blasensprung und weheneinleitung per KS wegen relativem mißverhältnis und geburtssstillstand bekommen. 21 monate später kam mein 2. sohn. Auch erst Blasensprung, einleitung, aber bei ihm öffnete sich der MuMu richtig und nach 18 std war er dann da. weitere 23 monate später kam mein 3. sohn innerhalb von 3,5 std daheim zur welt. Du siehst auch nach KS ist alles möglich. In ein paar tagen kommt unsere kleine auf die welt und ich hoffe doch auch wieder daheim. viele grüße tine
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