nounu
Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, nach vielen Jahren ist bei mir eine chronische Gastritis C und ein NERD wieder aufgeflammt. Da PPI´s und H2 Blocker wenig Erfolg zeigen, schlägt meine Hausärztin einen Versuch mit Ursofalk vor, weil ev. auch ein Gallenreflux vorliegt. Da wir vor einer ICSI stehen, würde ich gerne wissen, wie lange vorher ich das Medikament absetzten müsste. Ich habe von einer langen Halbwertzeit und einer Verweildauer im Körper von 30 Tagen gehört. Würde das bedeuten, dass ich es 30 Tage vor Transfer oder schon 30 Tage vor Stimulationsbeginn absetzen sollte? Bzw., wie lange im Voraus schlagen Sie vor, es abzusetzen? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank, Nounu
Beim Menschen liegen zahlreiche Berichte über komplikationslose Anwendungen von Ursodeoxycholsäure im II. und III.Schwangerschaftsdrittel vor. Die bisherigen begrenzten Daten über die Anwendung im I.Schwangerschaftsdrittel ergaben ebenfalls keine Hinweise auf eine Fruchtschädigung. Bei schwerwiegenden Grunderkrankungen (z. B. primär sklerosierende Cholangitis) ist angesichts der bisher fehlenden Hinweise auf Fruchtschädigung eine Applikation während der gesamten Schwangerschaft durchaus zu erwägen, da bei Absetzen im I.Schwangerschaftsdrittel wiederholt eine deutliche Verschlechterung der Symptomatik beobachtet wurde. Angesichts einer Halbwertszeit von bis zu 6 Tagen wäre der Wirkstoff nach einem Monat weitgehend aus dem Organismus eliminiert.
nounu
Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, vielen Dank für Ihre Antwort. Würden Sie daher in meinem Fall ( nur Therapieversuch bei ev. Gallenreflux) eine Anwendung bis 1 Monat vor Embryotransfer als unbedenklich ansehen? Ich frage noch einmal, weil Sie schreiben, der Stoff wäre dann "weitgehend" eliminiert. MfG Nounu
Wenn Sie das Präparat bis 1 Monat vor Transfer anwenden, sehe ich keinerlei Problem für eine Schwangerschaft.
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