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Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, mein Partner und ich wünschen uns noch ein zweites Kind, daher habe ich vor einigen Tagen die Pille abgesetzt und nach ärztlichem Rat die Dosis Elondril auf 150mg reduziert. Nach dem Vorgehen meiner Psychiaterin (4 Wochen 150mg und dann noch ca 3 Wochen jeden zweiten Tag eine Tablette) wird es nun noch 5-6 Wochen dauern bis ich das Medikament ganz abgesetzt habe. Meine Frage ist: Sollte eine Zeugung bis das Medikament ganz abgesetzt wurde vermieden werden? Bestehen irgendwelche Risiken für das Kind, sollte ich in den nächsten 5-6 Wochen schwanger werden? Können wir Ihrer Einschätzung nach sofort mit der Umsetzung unseres Kinderwunsches beginnen, oder raten Sie zu warten bis das Medikament gar nicht mehr genommen wird? Können Sie grob einschätzen wie lange nach dem endgültigen absetzen noch Reste des Medikaments im Körper sind? Ich bin mir ziemlich sicher das ich auch nach dem Absetzen psychisch stabil genug sein werde um einen starken Depressiven Rückfall zu vermeiden. Ich habe schon seit längerem Depressionen, Medikamente nehme ich jedoch erst seit kurzem dagegen. Davor und auch jetzt hatte ich intensive Psychotherapie, die ich auch nach dem Absetzen fortführen würde. Nach der Erfahrung meiner ersten Schwangerschaft zu urteilen, wurden die Depressionen in der Schwangerschaft wesentlich besser (eigentlich nicht mehr vorhanden), eine Postnatale Depression bekam ich auch nicht. Daher würde ich das Medikament gerne für die gesamte Schwangerschaft absetzen und wenn nötig erst danach wieder nehmen. Wie ist Ihre Meinung zur Einnahme zu Elondril, oder einem anderen Antidepressivum in der Schwangerschaft (Elondril ist ja noch nicht lange getestet)? Finden Sie es ratsam ein Antidepressivum weiter zu nehmen? oder ist es möglich Elondril ganz abzusetzen und im Falle einer imensen Depression wärend der Schwangerschaft mit einem anderen Antidepressivum zu beginnen? Wenn ja, welches würden sie empfehlen? Vielen Dank für Ihre Hilfe. Mit freundlichen Grüßen, Liz87
Das Glaxo Wellcome Bupropion Pregnancy Registry umfasste bis 2006 883 Expositionen mit Bupropion in der Schwangerschaft, davon 664 im ersten Trimenon (Glaxo Wellcome 2006): 34 Schwangerschaftsabbrüche (darunter 5 Fälle mit Fehlbildungen) 82 Spontanaborte 4 intrauterine Fruchttode ohne Anhalt für Anomalie 1 intrauteriner Fruchttod bei komplexer Fehlbildung 696 unauffällige Neugeborene 17 Neugeborene mit angeborenen Anomalien Unter den angeborenen Anomalien fanden sich 8 Fälle mit Herzfehlern (Klappen- und Septumdefekte). Der Hersteller veranlasste daraufhin eine retrospektive Kohortenstudie und eine Fall-Kontroll-Studie. Im Vergleich zu Schwangerschaften unter antidepressiver Medikation zeigte sich bei 1213 Kindern nach intrauteriner Exposition mit Bupropion im ersten Trimenon keine Zunahme von Fehlbildungen (Cole et al 2007). In einer prospektiven kontrollierten Followup-Studie wurden der Verlauf von 136 Schwangerschaftten nach mütterlicher Medikation mit Bupropion im ersten Trimenon erfasst. Dabei ergab sich keine Zunahme angeborener Anomalien (Chun-Fai-Chan et al 2005). Bei einer Halbwertszeit von 20 Stunden ist die Substanz ca. 4 Tage nach letzter Anwendung weitgehend aus dem Organismus eliminiert. Bei einem Rückfall in der Schwangerschaft gäbe es auch größere Erfahrungen mit den Antidepressiva Amitriptylin, Citalopram oder Sertralin.
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