Liebe Frau Prof. Dr. Sonntag, ich habe 2023 mein erstes Kind bekommen. Damals hatte ich regelmäßige Zyklen, in denen der Eisprung (bestimmt mit Basaltemperaturmessung) recht verlässlich zwischen Zyklustag 14-16 stattfand. Die Hochlage hatte immer 14 Tage. Ich wurde im 4. Zyklus schwanger.  Für das zweite Kind beobachte ich nun erneut meinen Zyklus mittels Temperaturmessung. In den letzten 3 Zyklen hat sich gezeigt, dass der Eisprung im Vergleich zur ersten Kinderwunschzeit erst deutlich später eintritt (ZT 18-21) und die Zykluslänge zudem zwischen 31-35 Tagen schwankt. Die Hochlagendauer ist mit 13 Tagen ist zwar ebenfalls kürzer, jedoch sehr konstant und stabil. Da mir diese Veränderung komische vorkam, habe ich dies bei der Vorsoge beim Frauenarzt angesprochen und zudem bei meinem Hausarzt die Schilddrüsenwerte (ich nehme seit 2022 L-Thyroxin aufgrund einer Schilddrüsenunterfunktion) und Eisenwerte bestimmen lassen (letzteres schlug der Hausarzt aufgrund der schwankenden Zykluslängen vor).  Die Blutergebnisse zeigen einen recht niedrigen Ferritin-Wert (26 µg/l), TSH und freie Schilddrüsenhormone sind gut eingestellt (TSH 1,3). Ich habe Eisentabletten zum auffüllen des Eisenspeichers verschrieben bekommen.  Der Frauenarzt stellte fest, dass an ZT 12 kein Leitfollikel zu erkennen ist, stattdessen lediglich mehrere, gleich große Zysten und äußerte den Verdacht auf leichtes PCO. Er schlug mir das Mittel "Clavella" vor, dass in solchen Fällen helfen könne, die Zyklen wieder zu normalisieren und den Eisprung nach vorn zu verschieben. Es sei nicht zwingend erforderlich, könne das schwanger werden aber beschleunigen. Soweit ich herausfinden konnte kann eine verlangsamte Eireifung auch mit einem niedrigen Ferritinspiegel zusammenhängen, sodass es sich evtl. gar nicht um ein klassisches PCO handelt sondern nur um eine Momentaufnahme meiner langsam reifenden Follikel, wo sich einfach noch kein Leitfollikel herauskristallisiert hat. Daher bin ich nun etwas überfragt:  Würden Sie eher empfehlen, zunächst nur die Eisentabletten zu nehmen und zu schauen, ob das bereits ausreichend ist, um die Zyklen wieder regelmäßig zu bekommen oder macht es Sinn, beides einfach parallel zu nehmen?  Vielen Dank schon mal für Ihre Antwort!