Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Prof. Dr. med. Barbara Sonntag:

Trotz Heparinspritze wahrscheinliche Fehlgeburt

Frage: Trotz Heparinspritze wahrscheinliche Fehlgeburt

Rose25

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Sehr geehrte Frau Dr. Sonntag, ich bin 29 Jahre alt und hatte dieses Jahr zwei Fehlgeburten (5 ssw und 9ssw). Beide Schwangerschaften verliefen so, dass die Entwicklung verzögert war und bei beiden kam es zu keiner Herzaktion. Dann wurde ich zur Blutgerinnung und Humangenetik geschickt, wo beides kontrolliert wurde. Bei der Humangenetik sei alles in Ordnung. Bei mir wurde aber eine milde Blutgerinnungsstörung festgestellt, wo ich ab Beginn der Schwangerschaft anfangen sollte Heparin zu spritzen (40mg). Nun bin ich erneut schwanger und aktuell in der 8ssw. Gestern war ich bei meiner Frauenärztin und sie sagte, dass die Entwicklung des Embryos wieder verzögert ist. 3,2mm bei 7+1 ssw und wieder keine Herzaktionen und dass dies wahrscheinlich wieder mit einer Fehlgeburt enden wird. Ich bin sehr traurig darüber und kann es nicht verstehen, weil ich dieses Mal wirklich alles richtig getan habe. Zusätzlich habe ich Famenita 200mg täglich. Wissen Sie, was das Problem sein könnte? Vielen Dank.


Prof. Dr. Barbara Sonntag

Prof. Dr. Barbara Sonntag

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Es gibt leider viele verschiedene Einflüsse noch außerhalb der Genetik und Gerinnung. So wäre die Gebärmutter zusätzlich genauer anzuschauen, auch die Schleimhaut hinsichtlich einer chronischen Entzündung (kleine Probe zu entnehmen und Untersuchung z.B. auf CD138). Auch könnte Progesteron also z.B. Famenita noch deutlich höher mit 3x tgl. verabreicht werden. Wurde ihr Partner untersucht, wie sind andere Einflüsse (Rauchen, Gewicht, Vitaminspiegel etc.)?


Rose25

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Vielen Dank für Ihre Antwort. Gewicht ist bei uns beiden im gesunden Zustand und mein Mann wurde nur aufgrund der Genetik untersucht. Meine FÄ fand es nicht nötig ihn weiterhin zu untersuchen, da ich relativ schnell schwanger werde. Zusätzlich ist zu erwähnen, dass bei mir PCO ermittelt wurde und alle Schwangerschaften mit Clomifen zustande kamen. In meinen Blutwerten von vor ca 2 Wochen steht, dass ich Vitamin D 1000 täglich einnehmen soll und der Ferritinwert liegt bei 45, aber Eisentabletten soll ich erst ab der 12. ssw einnehmen mit 30-40mg. Nun habe ich desöfteren gelesen, dass bei Schwangeren der Ferritinwert nicht unter 50 liegen darf und dies zu Fehlgeburten bzw Frühgeburten führen kann. Meine FÄ konnte mir leider nicht weiterhelfen und empfiehl mir nur, eine tiefere Analyse der Genetik von meinem Mann und mir zu machen. Nun stellt sich mir automatisch die Frage, ob es wahrscheinlich ist, dass dabei etwas rauskommt, obwohl die erste Analyse der Genetik in Ordnung war. Meine FÄ sagte auch, dass das Schwanger werden und das Halten der Schwangerschaft für meinen Körper nicht das Problem sei, sondern die Versorgung und das Wachstum des Embryos ist immer verzögert, trotz Heparinspritze. Ich bin sehr verzweifelt und möchte unbedingt den Grund dafür finden.


eligr710

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Immunologische Untersuchung ist auch wichtig. Uns wurde gesagt, dass es sehr unwahrscheinlich wäre…tja. Wir haben tatsächlich eine immunologische Baustelle. Und ich hatte eine chronische Endometritis nach Ausschabung. Aber deine Geschichte ist ähnlich zu meiner. Ich habe auch immer eine MA und habe auch PCO. Uns wird jetzt PID in Ausland empfohlen, weil die Embryos Chromosomen Fehler hatten.


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