Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Najib N. R. Nassar:

Transfer

Frage: Transfer

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Hallo Herr Dr. Nassar, die Therapie mit Clomifen und einer geringen Dosis Puregon scheint zu funktionieren: habe ca. 10 Eizellen, die gut aussehen. Donnerstag oder Freitag ist Punktion. Jetzt habe ich zum Transfer noch eine Frage: Beim den letzten beiden Kryotransferen habe ich danach wie empfohlen noch ca. 10 min. gelegen. Aber als ich dann aufgestanden bin, hatte ich direkt Ausfluss, bei beiden Malen. Die SST waren auch negativ. Ich hatte mir damals Sorgen gemacht, dass der Muttermund ggf. noch nicht wieder ausreichend geschlossen war und die beiden Embryonen direkt wieder abgegangen sind. Kann so etwas passieren? Wenn ja, was raten Sie? Ich möchte dieses Mal alles richtig machen, da es unser letzter Versuch ist!


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Ich wollte mich auch erkundigen, bis wann man einen direkten Transfer trotz Überstimulation machen kann. So wie es aussieht, habe ich doch mehr Eizellen (ca. 15), aber endgültig merkt man das ja erst bei der Punktion am Freitag. Ich hatte bisher nie einen direkten Transfer, da immer wegen Überstimulation abgebrochen wurde. Beim 1. Mal 21 Eizelln und beim 2. Mal sogar 32. Beide Male hatte ich Wasser im Bauchraum. Kann man da irgendetwas beeinflussen?


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Hallo, zu Ihrer 1. Frage: Die Embryonen folgen nicht der Schwerkraft. Der Ausfluß, den Sie bemerkten kommt von dem Scheidensekret bzw. Gebärmutterhals. Außerdem wird häufig bei dem ET die Scheide vorher mit Kochsalzlösung gespült oder abgetupft. Ein Verlust des Embryos anach ist so gut wie ausgeeschlossen, obwohl diese Sorge fast von allen Patientinnen geäußert wird. Anhand des folgenden Experiments könnte man es vielleicht besser verdeutlichen: nehmen Sie 2 Glasplatten, machen Sie eine dieser Scheiben naß, legen Sie einen Staubkörnchen darauf, dann die zweite Platte obendrau. Wenn die beiden platten durch die Kapillarkräfte fest zusammenhaften, dann stellen Sie diese Senkrecht und beobachten Sie das Staubkörnchen. Sie werden feststellen, dass es nicht unten rausfällt. Zu Ihrer 2. Frage: Es gibt keine einheitliche Systematik zur Beurteilung des Schweregrads der Überstimulation. Auch nicht darüber, ab wann ein Abbruch sinnvoll wäre. Hier ist die klinische Erfahrung des Arztes gefragt. Sie sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (>3Liter täglich) und eiweißreiche Kost achten. Außerdem keine sportliche Aktivität, aufgrund der vergrößerten Eierstöcke. mfG N. Nassar


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